Oscar Noriega

US-amerikanischer Jazzmusiker
Oscar Noriega (2016)

Oscar Noriega (* in Arizona) ist ein US-amerikanischer Jazzmusiker (Altsaxophon, Bassklarinette, Klarinette).

Leben und WirkenBearbeiten

Oscar Noriega, der mexikanische Wurzeln hat, begann mit zehn Jahren Saxophon zu spielen; erste professionelle Erfahrungen sammelte er in der Familienband mit seinen vier Brüdern in Tucson. Nach dem Studium an der University of Arizona und der Arizona State University zog er nach Los Angeles. Ab 1990 lebte er in Boston, wo er u. a. mit dem Duke Ellington Repertory Orchestra unter der Leitung von Gunther Schuller, im Either/Orchestra und mit der Jazz Composers Alliance arbeitete; daneben hatte er Unterricht am New England Conservatory of Music bei Joe Maneri. 1992 zog er nach Brooklyn und spielt seitdem mit Mitgliedern der New Yorker Downtown-Jazzszene, mit Auftritten in der Knitting Factory und im Birdland. Im Brooklyner Jazzclub Barbès betreut er seit 2012 künstlerisch und organisatorisch eine eigene Veranstaltungs-Reihe namens Oscar Noriega's Palimpsestic Series.[1]

Seit Anfang der 2000er Jahre leitet Noriega eigene Bandprojekte wie Play Party mit Cuong Vu, Brad Shepik und Tom Rainey, mit dem er 2000 sein Debütalbum Luciano's Dream auf OmniTone vorlegte, sowie das Oscar Noriega Quartet. Außerdem spielte er im Quartett Unit X und im Musiker-Kollektiv Sideshow, das Werke von Charles Ives neu interpretiert.[2] Ferner arbeitete er u. a. mit Jane Wang, Judi Silvano, Ellery Eskelin, Kermit Driscoll, Gerry Hemingway, Carl Maguire, Mat Maneri,[3] Satoko Fujii (Blueprint, 2003), Ben Stapp, Michael Formanek (The Distance, ECM, 2016) und Assif Tsahar (The Labyrinth, 2002).[4] Noriega spielt gegenwärtig im Quartett mit Jim Black, Trevor Dunn und Chris Speed (Endangered Blood, Skirl, 2010), und in Tim Bernes Bandprojekt Los Totopos[5].

WeblinksBearbeiten

Commons: Oscar Noriega – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. All That Brooklyn Jazz The borough is where it's at, Village Voice vom 23. Januar 2013, abgerufen 6. Dezember 2013
  2. Biographisches Porträt bei Omnitone
  3. Konzertankündigung bei My Daily News@1@2Vorlage:Toter Link/events.nydailynews.com (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  4. Vgl. Richard Cook, Brian Morton: The Penguin Guide to Jazz Recordings. 8. Auflage. Penguin, London 2006, ISBN 0-14-102327-9.
  5. Information bei Bucknell.edu