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Orden des Brustbildes von Bolivar

Der Orden des Brustbildes von Bolivar, auch als Orden der Büste Bolivars, war ein venezolanischer Verdienstorden, der von der Regierung unter dem Präsidenten Jose Gregorio Monagas am 9. März 1854 in einer Klasse gestiftet wurde. Er sollte an den Befreier Südamerikas von der spanischen Herrschaft Simón Bolívar erinnern. Der Verdienstorden war als Anschlussauszeichnung an die bereits am 12. Februar 1825 vom Kongress von Peru eingeführte Medaille gedacht. Geehrt wurden die Kämpfer der Befreiungsarmee und diejenigen, die sich durch besondere Verdienste im venezolanischen Staat hervorgetan hatten.

OrdensdekorationBearbeiten

Das Ordenszeichen ist ein ovales goldenes Medaillon mit dem Brustbild Simon Bolivars auf der Vorderseite, eingefasst von einem blau emaillierten Reif mit der Umschrift Simon Bolivar. Auf der Rückseite ist das Wappen der Republik Venezuela zu sehen. Außen sind goldene Strahlen unterschiedlicher Länge angebracht. Eine kleine Kugel trägt den Tragering.

Ordensband und TrageweiseBearbeiten

Das Ordensband ist in den Landesfarben gelb-blau-rot dreimal gestreift und der Orden wurde auf der linken Brustseite oder im Knopfloch getragen. Später war auch das Tragen an der Schärpe möglich.

Deutsche TrägerBearbeiten

Der spätere Kommandeur des deutschen militärischen Geheimdienstes Amtes Ausland/Abwehr im Oberkommando der Wehrmacht Wilhelm Canaris erhielt 1909 vom venezolanischen Präsidenten und General Juan Vicente Gómez den Bolivar-Orden V. Klasse. Canaris gehörte 1909 als Leutnant zur See an Bord des Kleinen Kreuzers SMS Bremen zur internationalen Blockadeflotte, welche die Küste Venezuelas blockierte. Canaris bewährte sich als Adjutant der Bremen bei den Verhandlungen derart, dass er ausgezeichnet wurde. Unterstaatssekretär Arthur Zimmermann erhielt 1912 das Komturkreuz mit Stern.

Im Jahre 1999 wurde dem Personenschützer Horst Pomplun der Orden für seine Verdienste im Personenschutz und Sicherungsaufgaben für die Staatspräsidenten der Republik Venezuela Rafael Caldera und Hugo Chávez durch den damaligen amtierenden Botschafter Erick Becker in Potsdam verliehen.[1]

LiteraturBearbeiten

  • Meyers Konversationslexikon, Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885–1892
  • Beschreibung sämmtlicher Orden, deren Abbildungen in dem Farbendruck-Werk: Die Orden, Wappen und Flaggen aller Regenten und Staaten. Leipzig, 1883–1887.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Quellennachweis: Tageszeitungen MAZ und PNN