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Objective structured clinical examination

Die Objective structured clinical examination (OSCE) ist ein Prüfungsformat im Medizinstudium, das dazu dienen soll, klinische Kompetenz von Medizinstudenten zu überprüfen. Dieses Prüfungsformat besteht aus einem Parcours von verschiedenen Stationen, an denen praktische Fähigkeiten wie das Erheben einer Anamnese oder verschiedene Methoden der Körperlichen Untersuchung überprüft werden. Das Prüfungsprinzip wurde erstmals 1975 vorgestellt.[1]

ZielsetzungBearbeiten

Das OSCE-Prüfungsformat soll im Gegensatz zu den sonst im Medizinstudium häufigen Multiple Choice-Fragen dazu dienen, nicht Faktenwissen, sondern klinische Kompetenz praxisorientiert prüfbar zu machen. Dies wird in der Novelle der Ärztlichen Approbationsordnung vom Oktober 2003 gefordert. Ein weiterer wesentlicher Punkt ist das Ziel, die Prüfung durch Standardisierung möglichst objektiv, also im Ergebnis unabhängig vom Prüfer und der Reihenfolge von Prüflingen und Stationen selbst zu machen.[1][2]

AblaufBearbeiten

Ein OSCE-Parcours besteht aus mehreren Stationen, die unterschiedliche Aufgaben beinhalten. An jeder Station besteht eine Zeitvorgabe. Mögliche Anforderungen sind beispielsweise wie bereits erwähnt die strukturierte Anamneseerhebung oder bestimmte Schritte der körperlichen Untersuchung, möglich sind auch Stationen, an denen computergestützt weitere Fähigkeiten wie Röntgenbildauswertung oder Auskultation von Herz und Lunge geprüft werden.[2] Auch Videos und Simulationspuppen werden eingesetzt. Die Durchführung stützt sich häufig auf "standardisierte Patienten", um Veränderungen des Verhaltens von echten Patienten möglichst zu umgehen und die Objektivität zu wahren.[1]

Die Auswertung erfolgt anhand von Checklisten, die entweder durch die standardisierten Patienten oder durch externe Prüfer durchgegangen werden.[1]

EinzelnachweiseBearbeiten