Nickerie (Fluss)

Fluss in Suriname
Nickerie
Das Stromgebiet, Karte ca. 1902

Das Stromgebiet, Karte ca. 1902

Daten
Lage Suriname
Flusssystem Corantijn
Abfluss über Corantijn → Atlantik
Quelle am Westhang des Bakhuis-Gebirges
4° 20′ 30″ N, 57° 0′ 13″ W
Mündung in den CorantijnKoordinaten: 5° 58′ 14″ N, 57° 0′ 56″ W
5° 58′ 14″ N, 57° 0′ 56″ W

Einzugsgebiet 10.000 km²
Linke Nebenflüsse Maratakka
Kleinstädte Wageningen
Der Nickerie hinter dem Markt von Nieuw-Nickerie

Der Nickerie hinter dem Markt von Nieuw-Nickerie

Der Nickerie ist ein Fluss im Nordwesten von Suriname, (Südamerika), in den Distrikten Sipaliwini und Nickerie.

FlussverlaufBearbeiten

Der Nickerie entspringt am Westhang des Bakhuis-Gebirges, in der Nähe des Quellgebietes des Adampada-Wasserlaufes. Nordwärts fließend formt er die Van Eden- und Blanche Marie-Wasserfälle und macht anschließend einen großen West-Ost Bogen, wo u. a. der an der linken Seite fließende Paris Jacob-Strom hinzukommt. Nach Nord-Osten strömend, nimmt er zwischen den Lombok- und drie Zusters-Wasserfällen sowie den Baas Bart- und den Stondasi-Wasserfällen die ebenfalls links fließenden Flüsse Mozes und Falawatra auf. Hinter den Stondasifällen strömt der Fluss in die Küstenebene, nimmt rechts den Arawara auf, passiert die Einheimischen-Siedlung Tapoeripa, und an der Grenze zum Distrikt Coronie- und der Aufnahme des Kofimaka-Creek beugt er sich nach Westen. Hinter Wageningen wo von links der Maratakka hinzukommt, fließt er durch ein landwirtschaftliches Gebiet (überwiegend Reisanbau) und erreicht schließlich die Corantijn-Mündung und hiermit den Atlantik.

BesonderheitenBearbeiten

Der Fluss ist bis Wageningen befahrbar für Schiffe bis circa 4 m Tiefgang. Allerdings formen die Untiefen im Mündungsgebiet ein Hindernis. Der Nickerie besitzt ein Einzugsgebiet von circa 10.000 km².

ErforschungBearbeiten

Das Stromgebiet wurde im 19. Jahrhundert durch Voltz (1854), Ten Kate (1885), Van Drimmelen (1897) und Van Capelle (1900) untersucht. Nach 1945 waren das Centraal Bureau Luchtkartering (Zentrales Amt für Luftbildkartierung) und der Geologisch Mijnbouwkundige Dienst (Geologisch-bergbaukundlicher Dienst) für die Erforschung verantwortlich.

LiteraturBearbeiten

  • C.F.A. Bruijning und J. Voorhoeve (Hauptredaktion): Encyclopedie van Suriname. Elsevier, Amsterdam u. Brussel 1977, ISBN 90-10-01842-3, S. 428.