Hauptmenü öffnen

Neuenmörbitz

Ortsteil von Langenleuba-Niederhain

Neuenmörbitz ist ein Ortsteil von Langenleuba-Niederhain im Landkreis Altenburger Land in Thüringen. Er wurde am 1. Juni 1965 eingemeindet.

Neuenmörbitz
Koordinaten: 50° 58′ 47″ N, 12° 35′ 54″ O
Höhe: 208 m ü. NHN
Eingemeindung: 1. Juni 1965
Postleitzahl: 04618
Vorwahl: 034497
Karte
Lage von Neuenmörbitz in Langenleuba-Niederhain
Teilansicht der Kirche
Teilansicht der Kirche

LageBearbeiten

Neuenmörbitz befindet sich im östlichen Zipfel des Altenburger Lands an der thüringisch-sächsischen Grenze, die den Ort im Osten begrenzt. Das Dorf liegt an der Kreisstraße 301 und an der Bundesstraße 95 sowie östlich der Talsperre Schömbach und des Leinawaldes im Ackerbaugebiet mit Kies- und Steinbruch.

GeschichteBearbeiten

Im Jahre 1336 wurde das Dorf erstmals urkundlich erwähnt.[1] Die Kirche des Ortes wurde 1742/43 erbaut.[2]

Der Ort gehörte zum wettinischen Amt Altenburg,[3][4] welches ab dem 16. Jahrhundert aufgrund mehrerer Teilungen im Lauf seines Bestehens unter der Hoheit folgender Ernestinischer Herzogtümer stand: Herzogtum Sachsen (1554 bis 1572), Herzogtum Sachsen-Weimar (1572 bis 1603), Herzogtum Sachsen-Altenburg (1603 bis 1672), Herzogtum Sachsen-Gotha-Altenburg (1672 bis 1826). Bei der Neuordnung der Ernestinischen Herzogtümer im Jahr 1826 kam der Ort wiederum zum Herzogtum Sachsen-Altenburg. Nach der Verwaltungsreform im Herzogtum gehörte er bezüglich der Verwaltung zum Ostkreis (bis 1900)[5] bzw. zum Landratsamt Altenburg (ab 1900).[6] Das Dorf gehörte ab 1918 zum Freistaat Sachsen-Altenburg, der 1920 im Land Thüringen aufging. 1922 kam es zum Landkreis Altenburg.

Am 1. Juli 1950 wurde der Nachbarort Schömbach eingemeindet.[7] Bei der zweiten Kreisreform in der DDR wurden 1952 die bestehenden Länder aufgelöst und die Landkreise neu zugeschnitten. Somit kam Neuenmörbitz mit dem Kreis Altenburg an den Bezirk Leipzig, der seit 1990 als Landkreis Altenburg zu Thüringen gehörte und 1994 im Landkreis Altenburger Land aufging. Am 1. Juni 1965 wurde Ort der Gemeinde Langenleuba-Niederhain angegliedert.[8] Ein Kies- und Sandwerk befindet sich im Ortsteil und Dienstleistungsgewerbe.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Neuenmörbitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer. Ein Handbuch. Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza, 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S. 192
  2. Kirche Neuenmörbitz auf der Webseite der Verwaltungsgemeinschaft Wieratal Abgerufen am 17. Juli 2012
  3. Das Amt Altenburg im Buch „Geographie für alle Stände“, ab S. 201
  4. Die Orte des Amts Altenburg ab S.83
  5. Der Ostkreis des Herzogtums Sachsen-Altenburg im Gemeindeverzeichnis 1900
  6. Das Landratsamt Altenburg im Gemeindeverzeichnis 1900
  7. Schömbach auf gov.genealogy.net
  8. Neuenmörbitz auf gov.genealogy.net