National Institute of Standards and Technology

Bundesbehörde der Vereinigten Staaten

Das National Institute of Standards and Technology (NIST, deutsch Nationales Institut für Standards und Technologie) ist eine Bundesbehörde der Vereinigten Staaten mit Sitz in Gaithersburg (Maryland) und hat seit 1954 eine Niederlassung in Boulder (Colorado).[3] Der frühere Name der Behörde war von 1901 bis 1988 National Bureau of Standards (NBS). Das Institut hatte im Jahr 2023 ein Budget von 1,63 Milliarden US-Dollar zur Verfügung.[4]

Vereinigte StaatenVereinigte Staaten National Institute of Standards and Technology
— NIST —
Staatliche Ebene Bundesbehörde im Geschäftsbereich des Handelsministeriums der Vereinigten Staaten
Aufsichts­behörde(n) Handelsministerium der Vereinigten Staaten (Department of Commerce)
Bestehen seit 1901
Hauptsitz Gaithersburg (Maryland)
Behördenleitung Laurie E. Locascio, Under Secretary of Commerce for Standards and Technology and the director of the National Institute of Standards and Technology[1]
Mitarbeiter 3.400 (2023)[2]
Website www.nist.gov
NIST Advanced Measurement Laboratory (AML) in Gaithersburg, MD

Aufgaben Bearbeiten

Das Institut gehört zur technologischen Administration des Handelsministeriums und ist für Standardisierungsprozesse zuständig. Im Bereich der Kryptografie sind hier beispielsweise die Verschlüsselungsalgorithmen DES und AES sowie die Hashfunktionen der SHA-Familie hervorgegangen. Weiterhin werden die Federal Information Processing Standards (FIPS) veröffentlicht, die für US-Behörden gelten.

NIST-F1 ist der Name der institutseigenen Atomuhr, die zur Koordinierten Weltzeit beiträgt. Sie erreichte 2005 eine Genauigkeit von 5 × 10−16, das entspricht einer Gangabweichung von einer Sekunde pro 60 Millionen Jahren.[5] Das NIST beauftragte in den 1970er Jahren u. a. die Boulder-Gruppe mit der Messung der Lichtgeschwindigkeit und der Neudefinition des Meters.

Das Institut gibt unter anderem auch eine für die Substanzidentifizierung mittels Massenspektrometrie heute meistverwendete Sammlung stoffspezifischer Massenspektren, die NIST/EPA/NIH Mass Spectral Library (Anfang 2024 aktuelle Version: NIST 23 aus dem Jahre 2023)[6], heraus.

Pendants in Deutschland sind das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB).

Das Budget des NIST stieg von 850 Millionen USD im Jahr 2014 über 964 Mio. (2016), 986 Mio. (2019)[7] und 1.034 Mio. (2021) auf 1.627 Millionen USD (2023).[4]

Weblinks Bearbeiten

Commons: National Institute of Standards and Technology – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. NIST Senior Leadership Institute of Standards and Technology: Office of the Director > NIST Senior Leadership, abgerufen am 27. Februar 2019.
  2. Paul Hernandez: Work with NIST. In: www.nist.gov. National Institute of Standards and Technology NIST, 27. Juli 2023, abgerufen am 16. Januar 2024 (englisch).
  3. History: NIST Boulder Labs Open. In: nist.gov. Abgerufen am 29. Oktober 2023 (englisch).
  4. a b NIST Appropriations Summary FY 2021 – FY 2023. In: nist.gov. Abgerufen am 29. Oktober 2023 (englisch).
  5. NIST – NIST-F1 (Cesium Fountain Atomic Clock) (Memento vom 22. Dezember 2010 im Internet Archive) (englisch)
  6. sisweb.com: The NIST 23 Mass Spectral Library
  7. Robin Materese: NIST Appropriations Summary FY 2019 – FY 2021. In: NIST > About Us. National Institute of Standards and Technology NIST, 11. Februar 2020, abgerufen am 18. Januar 2021 (englisch).

Koordinaten: 39° 7′ 59″ N, 77° 13′ 25″ W