Die Artikel Muhacir und Muhadschir überschneiden sich thematisch. Hilf mit, die Artikel besser voneinander abzugrenzen oder zusammenzuführen (→ Anleitung). Beteilige dich dazu an der betreffenden Redundanzdiskussion. Bitte entferne diesen Baustein erst nach vollständiger Abarbeitung der Redundanz und vergiss nicht, den betreffenden Eintrag auf der Redundanzdiskussionsseite mit {{Erledigt|1=~~~~}} zu markieren. Furfur Diskussion 17:40, 25. Nov. 2017 (CET)

Als Muhadschir (arabisch مهاجر, DMG muhāǧir ‚Auswanderer, Emigrant‘; meist Plural al-Muhadschirun / المهاجرون / al-muhāǧirūn; von hadschara / هاجر / hāǧara / ‚auswandern‘) werden in der islamischen Welt bestimmte historisch bedeutende Gruppen von Auswanderern und Flüchtlingen bezeichnet:

  • Die Muhādschirūn sind die Gefährten Mohammeds, die 622 an der Hidschra teilnahmen.
  • Krimtatarische Flüchtlinge emigrierten nach der russischen Annexion des Krimkhanats (1783) oder dem Krimkrieg (1856) oder wurden ausgewiesen.
  • Kaukasische Flüchtlinge, vor allem Tscherkessen, emigrierten nach dem Kaukasuskrieg 1864 vor den Russen ins Osmanische Reich und siedelten sich in der Türkei an.
  • Die Muhacir sind Bosniaken und sonstige, vor allem slawische Muslime, die nach dem Zusammenbruch der osmanischen Herrschaft 1878 ebenfalls in die Türkei flohen und sich in Anatolien niederließen.
  • Die Muhajir in Pakistan sind Urdu-sprachige Muslime, die nach der Teilung Indiens 1947 und den damit zusammenhängenden bürgerkriegsähnlichen Massakern aus dem mehrheitlich hinduistischen Indien ins neu gegründete muslimische Westpakistan flohen. Bis heute stellen die Muhajir besonders in Karatschi eine einflussreiche Bevölkerungsgruppe dar.
Muhadschir, die während der Balkankriege vertrieben wurden, beim Überqueren der Galata-Brücke in Istanbul 1913

WeblinksBearbeiten