Hauptmenü öffnen
Motronic-Steuergerät (1985)

Die Motronic (eingetragene Marke[1] der Robert Bosch GmbH) ist eine frei programmierbare, digitale Motorsteuerung für Ottomotoren, die 1979 eingeführt wurde. Der Name leitet sich aus den Worten Mono und Electronic ab. Dies ist auf die Tatsache zurückzuführen, dass mit der Motronic das erste Mal die Daten für die Saugrohreinspritzung und die Zündung in einem Steuergerät zusammengeführt wurden.

Das Vorgängersystem L-Jetronic war ein Benzineinspritzsystem mit separater Zündanlage. Mit der Motronic wurde erstmals eine Motorsteuerung mit einem Mikrocontroller in einem Serienfahrzeug integriert. Das erste Fahrzeug mit Motronic war der 1979 präsentierte BMW 732i.[2]

Seit 1995 ersetzen zunehmend Systeme mit elektronischem Gaspedal E-Gas (ME-Motronic), bei denen die Gaspedalstellung elektronisch übermittelt wird, die bis dahin üblichen Seilzugsysteme. MED-Motronic (ab 2000) ist der Name einer Steuerung von Direkteinspritzsystemen.

Seit 2014 setzt Bosch eine neue Generation der Motronic ein: MDG1. Die neue Motorsteuergerätfamilie unterstützt moderne Kommunikationsstandards wie Ethernet und lässt sich erstmals für Diesel- wie Ottomotoren verwenden.[3]

Weitere, aber seltenere Varianten sind

  • MEG-Motronic: Integrierte Getriebesteuerung
  • MEV-Motronic: Integrierte Valvetronic-Steuerung

LiteraturBearbeiten

  • Robert Bosch GmbH (Hrsg.): Kraftfahrtechnisches Taschenbuch. Vieweg 2007, ISBN 3-8348-0138-0.
  • Robert Bosch GmbH: Kombiniertes Zünd- und Benzineinspritzsystem mit Lambda-Regelung Motronic. (= Technische Unterrichtung. 1 987 722 011). 2. Ausgabe September 1985.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Motronic in der Registerauskunft des Deutschen Patent- und Markenamtes (DPMA)
  2. A. Vollmer: VDI-nachrichten. September 2011 (Sonderbeilage).
  3. Johannes-Joerg Rueger, Alexander Wernet, Hasan-Ferit Kececi, Thomas Thiel: MDG1: The New, Scalable, and Powerful ECU Platform from Bosch (= Lecture Notes in Electrical Engineering book series. Band 194). Springer, Berlin / Heidelberg 2013, ISBN 978-3-642-33829-8, S. 417–425, doi:10.1007/978-3-642-33829-8_39.