Menap-Kaltzeit

Die Menap-Kaltzeit (auch Menapium genannt)[1] war eine Kaltzeit im nördlichen Europa, die von etwa 1 Mio. Jahren bis 800.000 Jahren andauerte. Damit liegt sie komplett im Altpleistozän und ist somit ein Teil des Känozoikums.

Der Name geht auf Waldo H. Zagwijn (von 1957) zurück, der die Kaltzeit nach dem Volk der Menapier im Bereich der Niederlande benannte. Die Menap-Kaltzeit könnte der Donau-Kaltzeit des nördlichen Alpenvorlandes entsprechen.

Die Hattem-Schicht des Menap in den Niederlanden führt skandinavische Gerölle, welche als Hinweise auf eine älteste Vereisung in Norddeutschland gedeutet werden.

Die Temperaturen fielen noch nicht so extrem wie in den späteren Eiszeiten. Es verschwanden nördlich der Alpen allmählich die letzten Vertreter der wärmeorientierten Tertiärflora.

Quellen und EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Zagwijn, W.H. (1957): Vegetation, climate and time-correlations in the Early Pleistocene of Europe. Geologie en Mijnbouw 19: 233–244.

LiteraturBearbeiten

  • Ernst Probst (2014): Deutschland im Eiszeitalter: Klima, Landschaft, Pflanzen und Tiere vor 2,6 Millionen bis 11.700 Jahren, 96 S., ISBN 9783842873056