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Als Maschinenschlüssel (auch: Maschinen-Schlüssel) wird in der Kryptologie ein Schlüsselverfahren (Ver- oder Entschlüsselungsverfahren) bezeichnet, das im Gegensatz zu einem Handschlüssel nicht manuell, also beispielsweise mit Bleistift und Papier, durchgeführt wird, sondern bei dem eine Schlüsselmaschine (zusammenfassender Begriff für Ver- und Entschlüsselungsmaschine) verwendet wird.

Diese Tafel mit dem Titel „Luftwaffen-Maschinen-Schlüssel Nr. 649“ enthält, im Gegensatz zu den üblicherweise verwendeten Schlüsseltafeln, eine zusätzliche Spalte „Steckerverbindungen an der Umkehrwalze“, wie sie ab 1944 bei einigen Einheiten der Luftwaffe verwendet wurde (siehe auch: Umkehrwalze D).

Einer der bekanntesten Maschinenschlüssel verwendet die Enigma-Maschine. Sie wurde im Zweiten Weltkrieg von der deutschen Wehrmacht zur Verschlüsselung ihres geheimen Nachrichtenverkehrs eingesetzt. Andere Beispiele sind die ebenfalls zu der Zeit verwendete deutsche Lorenz-Schlüsselmaschine sowie die damals von deutscher Seite als „Amerikanische Maschine Nr. 1 (AM-1)“ bezeichnete amerikanische M-209.[1]

Auch die zur Maschine gehörenden Schlüssel, die zumeist täglich gewechselt wurden und oft auf Schlüsseltafeln (Bild) aufgelistet waren, tragen diesen Namen (siehe auch authentische Schlüsseltafel mit Titel „Luftwaffen-Maschinenschlüssel Nr. 619“ unter Weblinks).

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Als deutscher Code-Knacker im Zweiten Weltkrieg von Klaus Schmeh, 23. September 2004. Abgerufen: 19. Mai 2016.