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Martin Johann Wikosch

österreichischer Pädagoge

Martin Johann Wikosch (* 8. November 1754 in Ungarisch Brod in Mähren; † 28. Oktober 1826 in Wien) war ein österreichischer Pädagoge.[1]

LebenBearbeiten

Martin Johann Wikosch besuchte die Gymnasien in Straßnitz und Nikolsburg und studierte anschließend alte Sprachen, Philosophie und Rechtswissenschaft an der Hochschule Olmütz. Von da aus ging an an die Universität Wien und hörte Vorlesungen in Geschichten und weiteren Wissenszweigen bis er die philosophische Doktorwürde erlangte.

1781 wurde er juridischer Präfekt an der theresianischen Ritterakademie in Wien und 1784 erhielt er die Skriptorenstelle an der Universitätsbibliothek Wien. 1789 wurde er zum Bibliothekar der Universität Innsbruck ernannt und verband mit diesem Posten die Professur der Geschichte, ergänzt für einige Zeit um die Naturgeschichte. Im Laufe der Zeit wurde er Pro-Rektor der Universität.[2]

Als Tirol 1805 nach dem Frieden von Pressburg vom 26. Dezember 1805 an an das Kurfürstentum Bayern abgetreten wurde, erhielt er die Professur der Weltgeschichte am Lyzeum in Olmütz, dort wurde er im Laufe der Zeit auch Rektor der Schule. Im Oktober 1807 erhielt er die Berufung als ordentlicher Professor der Weltgeschichte an der Wiener Hochschule und las aus eigenem Antrieb noch über die geschichtlichen Hilfsfächer der Diplomatie und Heraldik (ab 1815)[3] bis er 1823 in Pension ging

WerkeBearbeiten

  • Martin Johann Wikosch; Matthias Andreas Schmidt: Grundriss der Universalgeschichte. Alte Geschichte. Wien : gedr. bey Mathias Andreas Schmidt, Universitäts-Buchdrucker, 1812.
  • Gian Rinaldo Carli; Martin J. Wikosch: Maylands Steuerverfassung. Wien: Schmidt, 1818.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. BLKÖ:Wikosch, Martin Johann – Wikisource. Abgerufen am 16. April 2018.
  2. Instanzen-Schematismus für Tyrol und Vorarlberg: mit einem Kalender und Post-Stationen durch Tyrol. 1805, S. 221. Wagner, 1805 (google.de [abgerufen am 17. April 2018]).
  3. Thomas Winkelbauer: Das Fach Geschichte an der Universität Wien: Von den Anfängen um 1500 bis etwa 1975, S. 316. Vandenhoeck & Ruprecht, 2018, ISBN 978-3-8470-0814-9 (google.de [abgerufen am 17. April 2018]).