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Ludwig von Massow (Porträt von Franz Krüger)

Ludwig von Massow (* 11. Juni 1794 in Berlin; † 2. September 1859 in Potsdam) war Gutsherr, preußischer Beamter sowie Funktionsträger am Königshof und zuletzt Minister des königlichen Hauses.

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

HerkunftBearbeiten

Ludwig von Massow entstammt dem Adelsgeschlecht von Massow. Sein Vater war Valentin von Massow (1752–1817), Obermarschall des Königreichs Preußen; seine Mutter Charlotte Auguste Joh. Luise (1766–1835), Tochter des preußischen Staatsministers Joachim Christian Graf von Blumenthal.

Massow war Gutsherr auf Groß Möllen, Loist, Steinhöfel und ab 1823 auch Besitzer des Gutes Demnitz.

WerdegangBearbeiten

Im Jahr 1809 trat er in das 1. Garde-Regiment zu Fuß in Potsdam ein und wurde 1811 Offizier. Massow nahm als Soldat an den Befreiungskriegen teil. Im Jahr 1818 wurde er zum Hauptmann der Landwehr ernannt.

Ab 1820 war Massow Kammerherr am preußischen Hof. Im Jahr 1834 wurde er Landrat im Kreis Niederbarnim. Ein Jahr später bereits war er Hofmarschall des Kronprinzen, dem späteren Friedrich Wilhelm IV. Ab 1837 war Massow Intendant der königlichen Gärten und hatte ab 1840 zeitweise auch die Aufsicht über die königliche Schatulle. Ab 1843 war Massow Mitglied des Staatsrates. Während der Revolution von 1848/49 war er maßgebliches Mitglied der höfisch-konservativen Kamarilla, die den König im gegenrevolutionären Sinn zu beeinflussen suchte.

1850 wurde Massow Mitarbeiter des Hausministers Wilhelm zu Sayn-Wittgenstein-Hohenstein. Nach dessen Ausscheiden war er 1851 zunächst interimistisch Hausminister, auch nach dem Ausscheiden von Anton Graf zu Stolberg-Wernigerode war er ab 1854 vertretungsweise Minister, ehe Massow von 1856 bis 1858 das Amt auch offiziell bekleidete. In dieser Zeit hatte er auch Sitz und Stimme im preußischen Staatsministerium. Außerdem war Massow auch Vorsitzender des Verwaltungsausschusses der königlichen Gärtneranstalt in Schöneberg und Potsdam sowie der königlichen Landesbaumschule in Potsdam.

Im Jahr 1847 war Massow Mitglied des Vereinigten Landtages. Dem Volkshaus des Erfurter Unionsparlaments gehörte er 1850 an und er war außerdem Mitglied des Provinziallandtags für die Provinz Brandenburg.

FamilieBearbeiten

 
Wilhelm Ludwig Eduard Valentin von Massow (1834–1874)

Er heiratete 1823 Hermine (1796–1846), Tochter des Alexander Graf v. d. Schulenburg auf Emden und der Caroline von Alvensleben. Das Paar acht Kinder, darunter:

  • Valentin Friedrich (* 25. Juni 1825; † 12. März 1868), Oberstleutnant a. D. ⚭ Adelheid Marianne von der Asseburg, (* 7. Mai 1844)
  • Anton Wilhelm Valentin (* 30. Oktober 1831; † 5. September 1921), preuß. General der Infanterie ⚭ 1860 Ida Sophie Luise Davide Melosine von Innhausen und Knyphausen (* 18. August 1828; † 7. März 1906)
  • Konrad (* 10. September 1840; † 21. Dezember 1910), Verwaltungsjurist und Sozialpolitiker ⚭ Freiin Thusnelda von Reden (* 12. September 1845; † 2. Mai 1908)
  • Wilhelm Ludwig Eduard Valentin (* 20. Juni 1834; † 9. Juli 1874), gestorben an einer Verwundung im Gefecht bei Kampong Garouw

Nach dem Tod seiner ersten Frau heiratete er am 1849 Auguste (1822–1904), Tochter des Karl Frhr. von Canitz (1787–1850), preußischer General und Außenminister, und der Auguste von Schmerfeld. Das Paar hatte zwei Töchter.

Die Witwe heiratete dann am 22. September 1868 den Oberregierungsrat Ferdinand Stiehl (1812–1878).

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten