Der Laseraufsatz, auch Laservisier, Ziellaser oder Laserzielvorrichtung, bezeichnet eine auf eine Schusswaffe montierbare Zielhilfe, die aktiv einen Laserstrahl parallel zum Lauf der Waffe ausstrahlt. Der Laserstrahl wird als roter oder bei neueren Modellen als grüner Punkt dort sichtbar, wo der Strahl auftrifft. Hauptsächlich bei Deutschuss, d. h. ohne Nutzung konventioneller Zielhilfen, dient der Laseraufsatz zum Zielen. Im Gegensatz zur Laserzielhilfe entsteht beim Rotpunktvisier ein Punkt nur im Visier, nicht jedoch am Ziel.

Laserzielhilfe beim Training der Israelischen Streitkräfte

Die erste Firma, die Waffenlaser anbot und somit als Erfinder derselben gilt, ist die in den U.S.A. beheimate Firma Surefire.

In Deutschland ist nach dem Waffengesetz, das für Privatpersonen gilt, jegliche Form der aktiven Zielbeleuchtung oder -markierung verboten.[1]

VorteileBearbeiten

  • Der Schütze kann bei relativ kurzer Distanz genau sehen, wo das Projektil einschlagen wird.
  • Wird in einem Polizeieinsatz aktive Zielbeleuchtung durch einen Präzisionsschützen angewendet, kann ein krimineller Täter möglicherweise aus psychologischen Gründen veranlasst werden, aufzugeben, da er jetzt weiß, dass er sich im Visier des Schützen befindet.

NachteileBearbeiten

  • Ein roter Laser kann bei Tageslicht u. U. nicht gesehen werden.
  • Das „Ziel“ hat Kenntnis von der Anwesenheit einer Gefahrenquelle.
  • Auf weite Entfernung ineffektiv, da ein Laser (unabgelenkt) stets gerade ist, ein Geschoss jedoch schwerkraftbedingt eine ballistische Kurve bodenwärts beschreibt und durch äußere Einflüsse (Wind, Temperatur etc.) abgelenkt werden kann.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Anlage 2 zum Waffengesetz; Nr. 1.2.4.