Kurt Wissemann

Kampfpilot und Fliegerass im Ersten Weltkrieg

Kurt Wissemann (* 20. März[1] 1893 in Elberfeld; † 28. September 1917 in Westrozebeke) war ein deutscher Jagdflieger im Ersten Weltkrieg.

Wissemann, Sohn eines Elberfelder Oberlehrers, besuchte 10 Jahre lang das Gymnasium seiner Heimatstadt, wo er zu Ostern 1912 mit dem Abitur abschloss. Er plante, anschließend Medizin zu studieren.[2] Ende Mai 1917 kam er als Leutnant von der Jasta-Schule zur Jasta 3. Zwischen Juli und September 1917 war er in insgesamt fünf siegreichen Luftoperationen der Jasta 3 im Einsatz. Am 11. September 1917 wurde ihm der Abschuss des französischen Jagdfliegers Georges Guynemer zugesprochen,[3] was allerdings umstritten ist.[4] Rund zwei Wochen später wurde er selbst abgeschossen. Der französische Jagdpilot René Fonck beanspruchte, Guynemer gerächt zu haben. Andere Berichte schreiben Wissemanns Abschuss dem britischen 56 Squadron des Royal Flying Corps zu.[5]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Nach dem Elberfelder Schulprogramm 1911/1912, S. 23, (online) war der Geburtstag der 20. Februar 1893.
  2. Elberfelder Schulprogramm 1911/1912, S. 23, (online).
  3. Spencer C. Tucker: Guynemer, Georges Marie Ludovic Jules. In: ders. (Hrsg.): World War I: The Definitive Encyclopedia and Document Collection. Bd. 1: A–C. ABC-Clio, Santa Barbara, CA, Denver, Oxford 2014, S. 722 f., hier S. 723.
  4. Philip M. Flammer: The Rediscovery of René Fonock. In: Air University Review. März/April 1968.
  5. Ian Sumner: Kings of the Air: French Aces and Airmen of the Great War. Pen & Sword Books, Barnsley 2015, S. 126;; Norman Franks: Dog-Fight: Aerial Tactics of the Aces of World War I. Greenhill Books, Barnsley 2003, S. 112 (Ausgabe von 2016).