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Gleitlagerschale für eine Schiffsdiesel-Kurbelwelle

Ein Kurbelwellenlager ist ein hochspezialisiertes Lager zur Aufnahme der Kurbelwelle im Motorblock von Verbrennungsmotoren und in Kolbenverdichtern.

Moderne Lagerausführungen werden sowohl als Gleitlager wie auch als Kugellager bzw. Rollenlager ausgeführt. Die Gleitlagerungen, siehe die Abbildung einer Lagerhalbschale, funktionieren hydrodynamisch – sie werden mit einem Ölstrom von der Ölpumpe versorgt. Innerhalb des Gleitlagers baut sich durch die Reibungs-Mitnahme des Öls an der Kurbelwellen-Lagerstelle ein keilförmiger Druckfilm auf, der stets so ausgelegt ist, dass möglichst kein metallischer Kontakt der Kurbelwelle zum Gleitlager entsteht. Bei Fahrzeugmotoren deren Ölpumpe von der Motordrehzahl abhängt, lässt sich beim Start eine verschleißtreibende Mischreibung nicht ganz vermeiden. Bei Schiffsmotoren jedoch werden entkoppelte Ölpumpen eingesetzt, die unabhängig von der Motordrehzahl mit Vorlauf gestartet werden, wodurch vor dem Start des Motors ein hydrostatisches Abheben der Kurbelwelle von den Lagern und ein mischreibungsfreies Anlaufen der Kurbelwelle erreicht wird.

Kurbelwellen mit Kugellagern bzw. Rollenlagern gibt es heutzutage (2018) bei einfachen Modellbau-Verbrennungsmotoren, bei Zweitaktern von Mofas, bei Viertaktern von Rollern und Motorrädern bis zu Automobilmotoren.

LiteraturBearbeiten

  • Wilfried Staudt: Handbuch Fahrzeugtechnik Band 2. 1. Auflage, Bildungsverlag EINS, Troisdorf, 2005, ISBN 3-427-04522-6
  • Peter Gerigk, Detlev Bruhn, Dietmar Danner: Kraftfahrzeugtechnik. 3. Auflage, Westermann Schulbuchverlag GmbH, Braunschweig, 2000, ISBN 3-14-221500-X