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Feuerwehrmann mit Kontaminationsschutzanzug
Feuerwehrübung mit Schutzkleidung gegen radioaktive Partikel

Der Kontaminationsschutzanzug wird von Feuerwehr- und Katastrophenschutzeinheiten bei Einsätzen mit radioaktivem Material sowie in AKWs und Betrieben mit Strahlern verwendet. Er besteht aus leicht dekontaminierbaren, permanent antistatischen, feuerhemmenden, wasser- und ölabweisenden Fasern (z. B. Aramidfaser).

Die zusätzliche persönliche Schutzausrüstung zum Kontaminationsschutzanzug besteht aus Gummistiefeln, Säureschutzhandschuhen, außenluftunabhängigem Atemschutz und je einem Alarm- und einem Filmdosimeter. Der Anzug soll verhindern, dass sich staubförmige und flüssige radioaktive Partikel auf der Körperoberfläche der Einsatzperson absetzen oder inkorporiert, das heißt eingeatmet oder verschluckt werden. Dies liefert einen begrenzten Schutz gegen Alpha- und Betastrahlung, denn diese Strahlungen sind wegen ihrer relativ kurzen Reichweite besonders gefährlich, wenn die Strahlenquelle sich im Körperinneren befindet. Gegen die stark durchdringende Gammastrahlung ist der Anzug allerdings praktisch wirkungslos. Deshalb sind auch mit der Schutzkleidung genaue Bestimmungen bei einem Strahlenschutzeinsatz zu beachten. Als Richtwert kann man davon ausgehen, dass man ca. 90 % der Verunreinigung durch Ablegen der Kleidung reduzieren kann.