Konode

Linie im Phasendiagramm eines Gemischs, die miteinander im Phasengleichgewicht stehende Zustandspunkte verbindet
Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Angaben ohne ausreichenden Beleg könnten demnächst entfernt werden. Bitte hilf Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst.

Als Konode (latein: con = zusammen, griech. οδός = Weg) bezeichnet man die Linie im Phasendiagramm eines Gemischs, die miteinander im Phasengleichgewicht stehende Zustandspunkte verbindet.

Bei einem binären System stellt sie eine Parallele zu derjenigen Achse dar, auf der die Zusammensetzung der Mischung aufgetragen ist. Der Punkt, durch den die Konode läuft, ist gegeben durch die Zusammensetzung der Mischung und durch Temperatur oder Druck.

Aus den jeweiligen Schnittpunkten mit den Phasengrenzlinien lässt sich auf die festen, flüssigen oder gasförmigen Anteile einer Komponente beim gegebenen Zustand schließen:

  • bei einem Fest-Flüssig-Gleichgewicht:
    • Der Schnittpunkt von Konode und Solidus-Linie gibt die Zusammensetzung des ausfallenden Feststoffes an.
    • Der Schnittpunkt von Konode und Liquidus-Linie gibt die Zusammensetzung der verbleibenden Restschmelze an.
  • bei einem Flüssig-Gas-Gleichgewicht;
    • Der Schnittpunkt von Konode und Siede-Kurve gibt die Zusammensetzung der kondensierenden Flüssigkeit an.
    • Der Schnittpunkt von Konode und Kondensationskurve gibt die Zusammensetzung des verbleibenden Restgases an.

Die Anteile der beiden Phasen einer Mischung, die sich im Zweiphasengebiet befindet, lassen sich analog zum Hebelgesetz bestimmen (Konodenregel).