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Kompostwurm

Art der Gattung Eisenia
Kompostwurm
Kompostwurm

Kompostwurm

Systematik
Stamm: Ringelwürmer (Annelida)
Klasse: Gürtelwürmer (Clitellata)
Ordnung: Wenigborster (Oligochaeta)
Familie: Regenwürmer (Lumbricidae)
Gattung: Eisenia
Art: Kompostwurm
Wissenschaftlicher Name
Eisenia fetida
(Savigny, 1826)

Der Kompostwurm (Eisenia fetida), auch Mistwurm oder Stinkwurm genannt, ist eine der in Europa verbreitetsten Arten der Regenwürmer (Lumbricidae). Er kommt hauptsächlich unter verrottenden Pflanzen zum Beispiel in Kompost- und Misthaufen vor, auch in Wiesenböden ist er häufig. Er kommt auch in der Wurmkompostierung zum Einsatz.

Die Gattung Eisenia wurde benannt zu Ehren des schwedischen Naturforschers Gustaf Eisen. Der lateinische Zusatz f(o)etida bedeutet „stinkend“. Für Laien ist Eisenia fetida nur schwer von der Schwesterart Eisenia andrei zu unterscheiden.

An den Segmenten befinden sich kurze Borsten, mit denen sich der Wurm fortbewegt (an der Unterseite erkennbar)

Inhaltsverzeichnis

MerkmaleBearbeiten

Eisenia fetida erreicht eine Körperlänge von etwa 60 bis 120 Millimeter, der Durchmesser ist 3 bis 6 Millimeter. Der Körper ist im geschlechtsreifen Zustand in 80 bis 120 Segmente gegliedert, er ist im vorderen Abschnitt zylindrisch, nach hinten zu schwach vierkantig. Das etwas sattelförmige Clitellum umfasst beim geschlechtsreifen Wurm sechs bis acht Segmente, meist vom vierundzwanzigsten oder fündundzwanzigsten bis zum zweiunddreißigsten bis vierunddreißigsten Segment. Die sogenannten Pubertätsleisten (Tubercula pubertatis) bilden schmale Kanten entlang der bauchseitigen (ventralen) Grenze über etwa drei Segmente. [1][2]

E. fetida sind Zwitter, es sind allerdings zwei Exemplare zur Fortpflanzung nötig, die sich bei der Mehrzahl an Paarungen wechselseitig befruchten.[3]

Kompostwürmer sind im Vergleich zu anderen Regenwürmern sehr beweglich und flüchten bei Störung sofort.

NutzungBearbeiten

Kompostwürmer werden in Wurmfarmen vermehrt. Ihr Kot oder Extrakte daraus, der Wurmtee, werden als Biodünger verkauft, die Würmer als Köder für das Angeln sowie als Fischfutter.

LiteraturBearbeiten

  • Walter Rammner: Brehms Tierleben in vier Bänden – Erster Band: Wirbellose, 2. Auflage, Leipzig, 1952, S. 88
  • Clive A. Edwards: Earthworm Ecology, 2. Auflage, CRC Press, 2004, ISBN 0-8493-1819-X

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Reginald William Sims, Brian M. Gerard: Earthworms. Synopses of the British Fauna, New Series 31. E.J.Brill London etc. (published for the Linnean Society of London and the Estuarine and Brackish Water Association), 1985. ISBN 90 04 07582 8, auf Seite 79-83.
  2. A.J. Reinecke & S.A. Viljoen (1991): A comparison of the biology of Eisenia fetida and Eisenia andrei (Oligochaeta). Biology and Fertility of Soils 11: 295-300.
  3. Jorge Dominguez, Alberto Velando, Manuel Aira, Fernando Monroy Uniparental reproduction of Eisenia fetida and E. andrei (Oligochaeta: Lumbricidae): evidence of selfinsemination, (2003) Pedobiologia 47, Seiten 530–534