Die Knersvlakte ist eine Halbwüste in Südafrika, in weiten Teilen bedeckt mit kleinen weißen Quarzsteinchen und ein Teil der Sukkulentenkaroo. Sie erhielt ihren Namen (deutsch etwa „Knirschebene“) von den Buren, unter deren eisernen Wagenrädern die Steinchen knirschten.

Knersvlakte, Südafrika
Sukkulente in der Knersvlakte

Entstanden ist die Ebene als Schüttungsfläche und Schwemmkegel vom ehemaligen Delta des Olifants-Flusses und des Sout-Flusses. Es weist eine wellige Landschaft mit einzelnen kuppenartigen Erhebungen auf. Im Westen liegt das Sandveld. Ihre Ostseite wird von den Bokkeveldbergen begrenzt.[1]

Geographisch liegt die Knersvlakte im Dreieck der Orte Vanrhynsdorp, Nuwerus und Lutzville in der Provinz Westkap.

Eine Vielfalt von Pflanzen (ca. 1300 Arten) haben sich dem rauen Klima angepasst, darunter auch 250 endemische Arten und drei endemische Gattungen. Die meisten sind Sukkulenten und Geophyten. 128 Arten stehen auf der Roten Liste gefährdeter Arten.

Besonders zahlreich vertreten sind Mittagsblumengewächse und Dickblattgewächse der Gattungen:

2014 wurde das Naturschutzgebiet Knersvlakte Nature Reserve auf Anregung von WWF South Africa und Leslie Hill Succulent Karoo Trust (LHSKT) sowie der Provinz-Naturschutzbehörde eingerichtet. Es hat eine Fläche von 855 Quadratkilometern und untersteht der Betreuung durch CapeNature.[2] Eine Einordnung als Biosphärenreservat wird angestrebt.

WeblinksBearbeiten

Commons: Knersvlakte – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Wolfgang Wetschnig, Ulrike Wetschnig: Zur Flora und Vegetation des Südlichen Afrika: Das Namaqualand. In: Carinthia II. Klagenfurth 1991, S. 43–58 (online (PDF; 7,7 MB) auf ZOBODAT).
  2. CapeNature: Knersvlakte Nature Reserve proclaimed in vital biodiversity hotspot. auf www.capenature.co.za (englisch), abgerufen am 22. Februar 2021.