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Klimacamps sind Zeltlager am Ort von Kohlenstoffextraktionen (Öl, Gas, Kohle) oder am Ort ihrer Verbrennung (Kraftwerke). Sie dienen dazu, die öffentliche Aufmerksamkeit auf eine durch Nutzung von Kohlenwasserstoffen bedingte Klimaschädigung zu lenken und auf die Notwendigkeit und Möglichkeit einer Reduzierung und Vermeidung von CO2-Ausstoß aufmerksam zu machen. Die Camps sind basisdemokratisch und nicht-kommerziell organisiert. Ermöglicht werden sie durch freiwillige Arbeit und Spenden.

Sie nahmen ihren Anfang in Großbritannien am Kohlekraftwerk Drax,[1] am Flughafen Heathrow, am Kingsnorth-Kraftwerk in Kent, in London und am Hauptsitz der Royal Bank of Scotland.[2] Während des Jahres 2009 fanden auch Lager in Kanada, Dänemark, Frankreich, Irland, den Niederlanden, Belgien, Schottland, Wales und Australien statt.

Das Camp for Climate Action wurde 2006 ins Leben gerufen, nachdem Aktivisten auf der G8-Konferenz 2005 im schottischen Stirling über die Idee beraten hatten.

In Deutschland gab es von 2011 bis 2016 ein Klimacamp in der Lausitz, das Lausitzcamp.[3][4][5] Seit 2010 gibt es jährlich ein Klimacamp im Rheinland, das Rheinlandcamp.[6][7]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. cine rebelde: Dokufilm: Reclaim Power - Klimacamp 2006. 9. April 2008, abgerufen am 16. April 2019.
  2. Hanno Böck: Klimacamp in Edinburgh: Protest gegen Schotten-Bank. In: Die Tageszeitung: taz. 23. August 2010, ISSN 0931-9085 (taz.de [abgerufen am 16. April 2019]).
  3. Klimacamp Lausitz kündigt Demonstration gegen Tagebau an. Abgerufen am 16. April 2019.
  4. Klimacamp in der Lausitz!!! In: www.attac.de/Cottbus. Abgerufen am 16. April 2019.
  5. Aktivisten schlagen Zelte beim 5. Lausitzer Klimacamp auf. Abgerufen am 16. April 2019.
  6. Mit Klimacamps gegen die Braunkohle. Abgerufen am 16. April 2019.
  7. Erkelenz: „Klimacamp“ in NRW: Mit Tausenden Körpern gegen den Braunkohle-Abbau. 24. August 2017 (welt.de [abgerufen am 16. April 2019]).