Klaus Lang

österreichischer Komponist, Konzertorganist und Improvisationsmusiker

Klaus Lang (* 26. April 1971 in Graz) ist ein österreichischer Komponist, Konzertorganist und Improvisationsmusiker.

Klaus Lang (Oktober 2019)

LebenBearbeiten

Er studierte Komposition, Musiktheorie und Orgel an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz, seine Lehrer waren Hermann Markus Preßl, Beat Furrer und Younghi Pagh-Paan. Er unterrichtet seit 2006 als Professor für Komposition an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz und lebt in Steirisch Lassnitz (Bezirk Murau, Obersteiermark). 2008 war er Dozent für Komposition bei den Darmstädter Ferienkursen für neue Musik.

Der Komponist erhielt am Beginn der Amtszeit von Präsident Trump – ohne Begründung – kein Visum zur Einreise in die USA, um wie beabsichtigt am 3. März 2017 in Los Angeles der Aufführung seiner Messe missa beati pauperes spiritu beizuwohnen. Er äußerte die Überzeugung, dass der Grund darin liege, dass er vier Jahre davor im Iran gewesen sei.[1]

WerkeBearbeiten

Klaus Langs Werke umfassen das gesamte Spektrum von Solostücken über Kammermusik bis hin zu Orchesterwerken. Einen besonderen Schwerpunkt bildet seine Arbeit auf dem Gebiet der Oper (z. B.: königin ök, die perser., fichten., BUCH ASCHE.). Beständig auf der Suche nach neuen Formen von Musiktheater verbindet ihn eine langjährige Zusammenarbeit mit der Bühnenbildnerin und Raumkünstlerin Claudia Doderer. Seit 2012 rege Zusammenarbeit mit der österreichischen Medienkünstlerin Sabine Maier, die durch ihre analogen Bühneninszenierungen faszinierende Raumkonstruktionen schafft.[2]

Als Auftragswerk der Bayreuther Festspiele, finanziert durch die Ernst von Siemens Musikstiftung, komponierte Lang die Oper Der verschwundene Hochzeiter, für die er auch das Libretto schrieb. Die Uraufführung fand am 24. Juli 2018 im Bayreuther Kulturzentrum Reichshof statt.[3] Die Musik ist auf die Sekunde genau durchgetaktet und wird deshalb nicht von einem Dirigenten koordiniert, sondern von digitalen Metronomen auf Bildschirmen im Zuschauerraum.[4]

Neben seiner künstlerischen Arbeit hat Klaus Lang eine große Anzahl an Beiträgen für Zeitschriften oder Lexika (z. B.: positionen, KunstMusik, Grove) verfasst und eine Arbeit mit dem Titel Auf Wohlklangswellen durch der Töne Meer zum Thema historische Stimmungen veröffentlicht.

AuszeichnungenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Grazer Komponist Klaus Lang erhielt kein US-Visum orf.at, 25. Februar 2017, abgerufen 25. Februar 2017.
  2. The beautiful square. In: www.kulturzueri.ch. Abgerufen am 21. Januar 2021.
  3. Der verschwundene Hochzeiter. In: www.bayreuther-festspiele.de. Abgerufen am 26. Juli 2018.
  4. Christian Wildhagen: Bayreuther Festspiele: Da flieht Elsa lieber mit Horn und Ring. In: www.nzz.ch. 26. Juli 2018, abgerufen am 26. Juli 2018.
  5. Kunstuniversität Graz: Andrezj-Dobrowolski-Preis 2010 geht an Klaus Lang; abgerufen am 2. Dez. 2010
  6. Staatssekretärin Mayer gibt Outstanding Artist Awards bekannt. 21. September 2020, abgerufen am 21. September 2020.