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Karl Christian Ferdinand Chop, auch Carl Christian Ferdinand Chop (* 18. Juni 1767 in Sondershausen; † 21. Juni 1840 ebenda) war ein deutscher Beamter.[1]

LebenBearbeiten

Karl Christian Ferdinand Chop war der Sohn des Friedrich Hieronymus Chop (* 1732; † 1785), Hof-, Konsistorial- und Kabinettsrat in Sondershausen, und dessen Ehefrau Dorothea Sabina (* geb. unbekannt; † 1791), geb. Sauerbier.

Seit dem 22. September 1790 war er mit Caroline Wilhelmine Christiane (* 1766; † 8. August 1831), geb. Wölfert, verheiratet. Gemeinsam hatten sie eine Tochter, Charlotte Chop.

Karl Christian Ferdinand Chop besuchte die Georg-August-Universität Göttingen zum Studium der Rechte. Nach dem Abschluss des Studiums kehrte er nach Sondershausen zurück und wurde dort Advokat.

Fürst Karl Günther stellte ihn als Amtsverweser in Haßleben, eine Exklave des Fürstentums Schwarzburg-Sondershausen, an und holte ihn nach drei Jahren nach Sondershausen zurück, um ihn als Assessor im Kammer- und Finanzdepartement und kurz darauf beim Regierungskollegium in gleicher Eigenschaft anzustellen.

Er wurde Hof- und Konsistorialrat und anschließend wirklicher Geheimer Rat und Mitglied des geheimen Kabinetts.

In der Zeit von 1806 bis 1815 wurde ihm fast allein alle organisatorischen Aufgaben übertragen, die in dieser Kriegsperiode erledigt werden mussten, z. B. das Organisieren von Einquartierungen und das Erfüllen von Forderungen. In dieser Zeit wurde er 1810 Mitglied des Geheimen Konziliums (Ratsversammlung) von Schwarzburg-Sondershausen. Dieses Konzilium bildete die Spitze der Staatsverwaltung, in der der Fürst den Vorsitz hatte und in dem der Kanzler und weitere Mitglieder vertreten waren.[2]

Aufgrund von Missgunst und Neid wurde er Anfang der 1820er Jahre angefeindet und es wurden Beschuldigungen erhoben, die dazu führten, dass er, bei Beibehaltung seines Gehaltes, von allen Ämtern freigestellt wurde. Ein langjähriger und kostenintensiver Prozess erwies zwar seine Unschuld, verhinderte aber auch seine weitere berufliche Förderung.

Er verstarb überschuldet, so dass nach seinem Tod ein Konkurs eröffnet werden musste.[3]

WerkeBearbeiten

  • Acad. Georg. Aug. Jubilaeum saeculare. Festgesänge und Lobreden zur Jubelfeier der Georgia Augusta.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Neuer Nekrolog der Deutschen, S. 724–727. B.F. Voigt, 1842 (google.de [abgerufen am 9. Februar 2018]).
  2. Geographisch-statistische Darstellung der Staatskräfte von den sämmtlichen, zum deutschen Staatenbunde gehörigen Ländern mit einer großen Verhältnißcharte von Deutschland, S. 110. Gerhard Fleischer, 1827 (google.de [abgerufen am 9. Februar 2018]).
  3. Allgemeiner Anzeiger und Nationalzeitung der Deutschen, S. 1113–1114. 1841 (google.de [abgerufen am 9. Februar 2018]).