Kanakische sozialistische Front der nationalen Befreiung

Die Parteifahne der FLNKS

Die Kanakische sozialistische Front der nationalen Befreiung (franz. Front de libération nationale kanak et socialisteFLNKS) ist eine militante sozialistische Allianz politischer Parteien für die Unabhängigkeit Neukaledoniens.

Gegründet wurde sie im Jahre 1975 auf einem Kongress von unterschiedlichen Parteien (Front uni de libération kanak (FULK), Parti de libération kanake (Palika), Union calédonienne (UC)). Sie sieht sich als „revolutionäre Vertreterin“ des Kanak-Volkes. Jean-Marie Tjibaou führte anfangs die neue Partei.

1988 wurden bei der Geiselnahme von Ouvéa durch ein Kommando der FLNKS vier Angehörige der Groupe d’intervention de la gendarmerie nationale und 19 Angehörige der FLNKS getötet.[1] Noch im selben Jahr wurde im Abkommen von Martignon eine Abstimmung über eine erweiterte Selbstverwaltung Neukaledoniens für das Jahr 1998 festgelegt und eine Amnestie für die Geiselnehmer ausgesprochen. Die FLNKS verzichtete gleichzeitig auf eine gewaltsame Loslösung Neukaledoniens von Frankreich; seit 1989 beteiligt sie sich an den Wahlen.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Jean-Paul Mari: Nouvelle-Calédonie: la tragédie d’Ouvéa. Abgerufen am 15. Februar 2016.