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Kaiser-Franz-Joseph-Fjord

Fjord in Grönland

Koordinaten: 73° 22′ 4″ N, 23° 37′ 3″ W

Reliefkarte: Grönland
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Kaiser-Franz-Joseph-Fjord
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Grönland

Der Kaiser-Franz-Joseph-Fjord (dänisch Kejser Franz Joseph Fjord) ist eine vielverzweigte Bucht an der Ostküste von Grönland.

Der Fjord liegt nördlich der Ymer-Insel und südlich von Kap Franklin an der Gauß-Halbinsel bei etwa 73°16' nördl. Breite. Er ist von der Mündung bis zum nordwärts abgehenden Nordfjord durchschnittlich 22 km breit. Jenseits dieser Abzweigung zieht sich ein Arm nach Westen, dann nach Südwesten. Die Wassertiefe in der Mitte des Arms beträgt etwa 970 m.

Außer dem Waltershausen-Gletscher am Ende des Nordfjords, dessen Gletscherzunge bis 300 m über dem Meeresspiegel mit einer Mächtigkeit von 90 m hinabreicht, zeigen sich nach innen zu zahlreiche steil abfallende Gletscher, von denen sich die Eisberge, mit denen der Fjord gefüllt ist, ablösen. Nach Südwesten zu erheben sich die Payerspitze mit 2320 m und die Petermannspitze zu etwa 2970 m Höhe. Östlich davon zeigt sich das Suess-Land und anschließend die Ella-Insel.

Von dort nach Südosten steht der Kaiser-Franz-Joseph-Fjord mit dem König-Oskar-Fjord und durch diesen mit zwei Armen dieses Fjords wieder mit der Grönlandsee in Verbindung.

Der Kaiser-Franz-Joseph-Fjord wurde 1870 von der Zweiten Deutschen Nordpolar-Expedition unter Leitung von Carl Koldewey entdeckt und 1899 von Alfred Gabriel Nathorst auf der Antarctic weiter erforscht, der auch den König-Oskar-Fjord entdeckte.

Waltershausen-Gletscher