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Carl Jurisch Fahrwerkbau
Rechtsform
Gründung 1950er
Sitz Altdorf bei Nürnberg, Deutschland
Leitung Carl Jurisch
Branche Motorradzubehör, Automobilhersteller

Jurisch war ein deutsches Unternehmen aus dem Kraftfahrzeugbereich.

Inhaltsverzeichnis

UnternehmensgeschichteBearbeiten

Der Nürnberger Konstrukteur Carl Jurisch gründete in den 1950er Jahren in Altdorf bei Nürnberg das Unternehmen Carl Jurisch Fahrwerkbau.[1][2]

ProdukteBearbeiten

Carl Jurisch stellte Hinterradfederungen für Motorräder her. Außerdem entstand weiteres Zubehör für Motorräder wie Federbeine, Vordergabeln und geschlossene Kettenkästen.[3]

FahrzeugeBearbeiten

Jurisch fertigte Kleinstwagen in Kundenauftrag.[4] Der Markenname lautete Jurisch.[4] Zur Zeitspanne der Produktion gibt es unterschiedliche Angaben: 1954[3], 1956 bis 1957[5], 1957[6], 1957 bis 1959[1][2][7] oder 1959[4]. Insgesamt entstanden drei Fahrzeuge.[1][3][7][8]

Das einzige Modell wird von vier Quellen Motoplan[1][2][7][8], von einer anderen Quelle Einsitzer[3] und von einer weiteren Kabine[9] genannt. Es war ein Dreirad, bei dem sich das einzelne Rad hinten befand. Der Aufbau bestand aus den Schalen eines Seitenwagens von Steib. Anstelle von Türen konnte das komplette Oberteil der einsitzigen Karosserie zurückgeklappt werden. Für den Antrieb sorgte ein Einzylinder-Viertaktmotor von Heinkel, der auch die Heinkel Kabine antrieb. Der Motor leistete 9,3 PS aus 173 cm³ Hubraum. Das Fahrzeug war mit elektrischem Anlasser und einem Vierganggetriebe ausgestattet. Es war 228,6 cm lang und 122 cm breit. Das Leergewicht ist je nach Quelle mit 165 kg[1] oder 173 kg[7] angegeben.

Ein Fahrzeug existiert noch. Es war im Bruce Weiner Microcar Museum in Madison im US-Bundesstaat Georgia ausgestellt.[1] Im Februar 2013 wurde es für 103.500 US-Dollar versteigert.[10]

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c d e f Microcarmuseum von Bruce Weiner (englisch, abgerufen am 8. November 2012)
  2. a b c Allcarindex (englisch, abgerufen am 31. Januar 2014)
  3. a b c d Hanns-Peter Baron von Thyssen-Bornemissza: Lexikon der vergessenen Automarken. (abgerufen am 31. Januar 2014)
  4. a b c Harald H. Linz, Halwart Schrader: Die Internationale Automobil-Enzyklopädie. United Soft Media Verlag, München 2008, ISBN 978-3-8032-9876-8, Kapitel Jurisch.
  5. Marián Šuman-Hreblay: Automobile Manufacturers Worldwide Registry. McFarland & Company, Inc., Publishers, London 2000, ISBN 0-7864-0972-X, S. 160. (englisch)
  6. d'Auto (niederländisch, abgerufen am 10. Januar 2015)
  7. a b c d Chris Rees: Three Wheelers A–Z. The definitive encyclopaedia of three-wheeled vehicles from 1940 to date. Quiller Print, Croydon 2013, ISBN 978-0-9926651-0-4, S. 102. (englisch)
  8. a b Keith Ray: Bizarre Cars. The Strangest vehicles of all time. The History Press, Stroud 2013, S. 133.
  9. Hanns-Peter von Thyssen-Bornemissza, Otto Walenta (Hrsg.): Europäische Kleinwagen von A–Z. Das Nachschlagewerk. Band 2: 1956–1965. Rabenstein Verlag Otto Walenta, Mainz 1996, ISBN 3-929712-03-2, S. 142.
  10. Versteigerung (englisch, abgerufen am 12. Januar 2014)