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Jura-Museum

Museum in Deutschland

Das Jura-Museum Eichstätt ist ein auf der Willibaldsburg über dem Altmühltal gelegenes Naturkundemuseum, das zum Verbund der Staatlichen Naturwissenschaftlichen Sammlungen Bayerns gehört. Rechtsträger des Jura-Museums ist noch bis 31. März 2019 das Bischöfliche Priesterseminar St. Willibald in Eichstätt. Der Freistaat Bayern zahlt etwa 80 Prozent der Kosten.[1] Museumsleiterin ist seit 2003 Dr. Martina Kölbl-Ebert.[2] Ein neuer Träger ist bisher nicht gefunden. Seit 1. Januar 2019 ist das Museum für Besucher nicht mehr zugänglich.

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

Das Museum wurde 1976 eröffnet. Einer der Gründer des Museums war der Eichstätter Professor Franz Xaver Mayr, der 1974 starb und dessen Eröffnung nicht mehr erleben konnte.

Im Juni 2018 kündigte das Bischöfliche Priesterseminar, wie bereits im April 2017 angekündigt, mit Hinweis auf die Finanzlage des Bistums Eichstätt die Trägerschaft für das Museum zum 31. Dezember 2018. Das Priesterseminar bekommt den Hauptteil der Eintrittsgelder; allerdings gingen die Besucherzahlen von 90.499 im Jahr 2000 auf 43.264 im Jahr 2017 zurück.[1] Bisher fand sich kein neuer Träger für das Museum. Das Bischöfliche Priesterseminar erklärte sich bereit, bis zum 31. März die Trägerschaft fortzusetzen, so dass zumindest der Bestand des Museums bis dahin erhalten werden kann und somit mehr Zeit bleibt, einen neuen Träger zu finden.[3] Zum Jahreswechsel wurde das Museum für den Besucherverkehr geschlossen, u. a. weil die Bayerische Staatsregierung nötige Sanierungsarbeiten durchführen lassen will.[4]

AusstellungBearbeiten

Der Schwerpunkt der Ausstellungen liegt auf den Fossilien der Solnhofener Plattenkalke, deren Entstehung auf eine tropische Riff- und Lagunenlandschaft des Jura zurückgeht. Unter den zahlreichen, sehr gut erhaltenen Fossilien befindet sich auch ein Original des bisher nur in zwölf[5][6] Exemplaren bekannten Urvogels Archaeopteryx, dem ein eigener Ausstellungsraum mit weiteren Exponaten zum Thema Flug gewidmet ist. Ausgestellt ist auch ein sogenannter heiliger Vogel des Konfuzius.

Schauaquarien ermöglichen den Vergleich der Fossilien mit lebenden Tieren; es werden echte lebende Fossilien wie Perlboote (Nautilus), Pfeilschwanzkrebse und Knochenhechte gezeigt.

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Jura-Museum Eichstätt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Eva Chloupek: Noch sechs Monate Zeit zur Rettung. In: www.donaukurier.de. 13. Juni 2018, abgerufen am 17. Juni 2018.
  2. Geschichte, auf www.jura-museum.de, abgerufen am 12. Januar 2018
  3. Jura-Museum vorerst gerettet, sueddeutsche.de vom 21. Dezember 2018; Zugriff am 4. Januar 2019
  4. Ein (vorerst) letzter Besuch, Donaukurier vom 28. Dezember 2018; Zugriff am 4. Januar 2019
  5. http://www.donaukurier.de/nachrichten/bayern/Schamhaupten-Der-naechste-Archaeopteryx;art155371,2880263
  6. https://www.onetz.de/bayern-r/kultur-by/zwoelfter-archaeopteryx-star-der-fossilienausstellung-d1698276.html

Koordinaten: 48° 53′ 41,9″ N, 11° 10′ 6,9″ O