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Jochen Beekhuis (* 1977 in Leer)[1] ist ein deutscher Politiker (SPD). Seit 2017 ist er Abgeordneter im Landtag Niedersachsen.

LebenBearbeiten

Jochen Beekhuis studierte Politikwissenschaft mit einem Abschluss als Master. Vor seiner Wahl in den Landtag leitete er das Wahlkreisbüro der Bundestagsabgeordneten Karin Evers-Meyer.

Partei und PolitikBearbeiten

Beekhuis gehört dem Kreistag des Landkreises Aurich als Vorsitzender seiner Fraktion an.[2] Bei der Landtagswahl in Niedersachsen 2017 erhielt er ein Direktmandat im Landtagswahlkreis Wittmund/Inseln. Am 3. September 2019 wurde Beekhuis aufgrund des Vorwurfs sexistischer, homophober und menschenfeindlicher Äußerungen in privaten Chats aus der niedersächsischen SPD-Landtagsfraktion ausgeschlossen. Wenige Tage später beschloss die Bezirksschiedskommission Weser-Ems der SPD seinen Ausschluss aus der Partei; gegen diesen werde er sich nach Angaben seiner Anwältin zur Wehr setzen.[3]

Kontroverse um angebliche ChatverläufeBearbeiten

Im Rahmen des Hacker-Skandals um die Veröffentlichung persönlicher Daten von Politikern und Prominenten im Frühjahr 2019 wurde auch Jochen Beekhuis zum Betroffenen.

Die Korrespondenz deutet darauf hin, dass Beekhuis gegen Parteigenossinnen wie die Wittmunder Bundestagsabgeordnete Siemtje Möller (SPD) und die Kreisvorsitzende Roswitha Mandel (SPD) intrigierte. Von Beekhuis vorentworfene Leserbriefe, in denen Stimmung gegen Möller und Mandel gemacht werden sollte, sollten scheinbar über Dritte an die Presseöffentlichkeit gelangen. Aus den Chatprotokollen gehen angeblich auch homophobe und sexistische Äußerungen hervor, für welche Beekhuis in der Kritik steht.

Er selbst gab an, die Inhalte nicht zu kennen und wollte sich nicht weiter dazu äußern. Daraufhin kündigte die SPD-Bezirks-Chefin Johanne Modder an, eine Untersuchungskommission einzurichten, welche den Vorfall aufklären soll. Am 7. September 2019 beschloss die SPD-Schiedskommission, Beekhuis aus der Partei auszuschließen.[4] In ihrer Reaktion auf die Entscheidung zum Parteiausschluss erklärte seine Anwältin: „Die meinem Mandanten zugeschriebenen Äußerungen stammen aus manipulierten Datensätzen und kriminellen Machenschaften“.[3]

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bekanntmachung der Kreiswahlvorschläge
  2. Mitglied. Abgerufen am 22. Oktober 2017. Eintrag beim Landkreis Aurich
  3. a b SPD schließt Landtagsabgeordneten aus. In: www.faz.net. 8. September 2019, abgerufen am 8. September 2019.
  4. Rundblick, Politikjournal für Niedersachsen, Heft Nr. 155, 9. September 2019, Seite 8