Jazz Scene USA

amerikanische Fernsehserie zur Darbietung von Jazzmusik

Jazz Scene USA (auch Jazz Scene, U.S.A.) war eine auf die Präsentation von Jazzmusik ausgerichtete Sendereihe des Fernsehens, die 1962 in Folgen von 30 Minuten in den Vereinigten Staaten ausgestrahlt wurde.

Geschichte der SerieBearbeiten

Die kurzlebige Sendereihe Jazz Scene USA moderierte der Jazzsänger und Radiomoderator Oscar Brown Jr.; ihre Produzenten waren Steve Allen (als Executive Producer)[1] und Leonard Feather, Regie führte Steve Binder.[2][3] Ähnlich wie in Ralph J. Gleason’s Jazz Casual (1960–1968) wurden die gastierenden Musiker in der jeweils halbstündigen Sendung kurz von Brown vorgestellt und interviewt. Brown saß dabei vor dem Logo von Shelly Mannes Jazzclub Manne Hole; obgleich die Sendungen im Studio produziert wurden, sollte der Eindruck erweckt werden, es handele sich um Übertragungen aus dem Club.[4]

Insgesamt wurden im Jahr 1962 acht Folgen der Reihe produziert. Steve Allen hoffte, Jazz Scene USA im folgenden Jahr mit einer zweiten Staffel von 26 Folgen fortsetzen zu können; es war geplant, die Sendung auch in Großbritannien auszustrahlen.[5] Das vorgesehene Budget erwies sich jedoch als unrealistisch.

In Jazz Scene USA gastierten Shelly Manne & His Men, das Pete Fountain Sextet, Stan Kenton & His Orchestra, das Cannonball Adderley Sextet, Lou Rawls, Shorty Rogers & His Giants,[6] Jimmy Smith Trio, Paul Bryant Quintet und Cal Tjader Quintet[7], Barney Kessel,[8] Teddy Edwards, die Firehouse Five Plus Two[9], das Frank Rosolino Quartet,[10] Phineas Newborn Jr. und Nancy Wilson.[11]

VHS- und DVD-AusgabenBearbeiten

  • Jazz Scene USA: Cannonball Adderley/Teddy Edwards (Shanachie, ed. 1994)
  • Jazz Scene USA: Frank Rosolino/Stan Kenton (Shanachie, ed. 1994)
  • Jazz Scene USA: Phineas Newborn/Jimmy Smith (Shanachie, ed. 1994)
  • Jazz Scene USA: Stan Kenton/Frank Rosolino Quartet (Shanachie, ed. 1994)
  • Jazz Scene USA - Shelly Manne and His Men/Shorty Rogers and His Giants (DVD, ed. 2001)

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Steve Allen hatte bereits in den 1950er-Jahren in seiner Tonight Show Jazzmusik präsentiert.
  2. http://www.chicagoreader.com/chicago/jazz-scene-usa/Film?oid=1151688
  3. Interview mit Steve Binder
  4. Domenic Priore Riot on Sunset Strip: Rock'N'Roll's Last Stand in Hollywood 2007, S. 37
  5. Douglas Hague, Los Angeles Jazz Scene Jazz Journal, Februar 1963
  6. Bei Shorty Rogers spielten Gary LeFebvre (ts, fl), Lou Levy (p), Gary Peacock (kb) und Larry Bunker (dr). Vgl. Marc Myers: Shorty Rogers: 'Jazz Scene USA' (2014)
  7. Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 13. Juli 2013 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.researchvideo.com
  8. Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 1. Dezember 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/rockabillyromp.com
  9. mit Danny Alguirre, Ward Kimball, Eddie Forester, Don Kinch, George Probert, Dick Roberts, Frank Thomas
  10. mit Mike Melvoin (p), Bob Bertaux (kb) und Nick Martinis (dr).
  11. begleitet von Lou Levy (Piano), Al McKibbon (Kontrabass), Kenny Dennis (Schlagzeug).