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Jürgen Reulecke

deutscher Historiker und Hochschullehrer
Jürgen Reulecke (2019)

Jürgen Reulecke (* 12. Februar 1940 in Düsseldorf) ist ein deutscher Historiker und emeritierter Professor.

LebenBearbeiten

Reulecke war in seiner Kindheit Mitglied einer katholischen Jungschargruppe.[1] Er studierte Geschichte, Germanistik und Philosophie an den Universitäten Münster, Bonn und Bochum. 1972 erfolgte die Promotion bei Wolfgang Köllmann und 1979 die Habilitation. Von 1984 bis 2003 war er Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Siegen. Im Kollegjahr war Reulecke Forschungsstipendiat des Historischen Kollegs in München. Seit 2003 lehrte er an der Justus-Liebig-Universität Gießen und war Sprecher des Sonderforschungsbereichs „Erinnerungskulturen“. Er ist Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland.

Im Jahr 1985 wurde Reulecke zum ordentlichen Mitglied der Historischen Kommission für Westfalen gewählt.

ForschungBearbeiten

Reuleckes Forschungsschwerpunkte sind die Sozialgeschichte, insbesondere auch die Beleuchtung der Jugendbewegungen. Hervorgetreten ist er auch als Urbanisierungshistoriker.

Schriften (Auswahl)Bearbeiten

  • Eine junge Generation im Schützengraben: „Der Wanderer zwischen beiden Welten“ von Walter Flex. In: Dirk van Laak: Literatur, die Geschichte schrieb. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2011, ISBN 978-3-525-30015-2
  • Bergische Miniaturen. Klartext, Essen 2010
  • 100 Jahre Jugendherbergen 1909–2009. (Gemeinsam mit Barbara Stambolis). Klartext, Essen 2009.
  • Kriegskinder in Ostdeutschland und Polen, vbb, Verlag für Berlin-Brandenburg, 2008
  • Wissenschaften im 20. Jahrhundert. Steiner, Stuttgart 2008
  • Söhne ohne Väter. Chr. Links, Berlin 2004
  • (Hg.): Generationalität und Lebensgeschichte im 20. Jahrhundert (=Schriften des Historischen Kollegs. Kolloquien 58). München 2003, ISBN 978-3-486-56747-2 (Digitalisat).
  • Das Ruhrgebiet und die „Volksgesundheit“. Klartext, Essen 2001
  • Rückkehr in die Ferne. Juventa, Weinheim 1997
  • Spagat mit Kopftuch. Ed. Körber-Stiftung, Hamburg 1997
  • Geschichte der Urbanisierung in Deutschland, Suhrkamp, Frankfurt am Main 1992
  • als Hrsg. mit Diethart Kerbs: Handbuch der deutschen Reformbewegungen 1880–1933. Wuppertal 1998.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. F. Bajohr u. a. (Hrsg.), Mehr als eine Erzählung. Zeitgeschichtliche Perspektiven auf die Bundesrepublik. Göttingen 2016. S. 53.