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Ingress

elektromagnetische Störungen in Koaxialkabeln, auch in Computernetzwerken
Ingress-Messung ohne Sperrfilter 5–18 MHz
Ingress-Messung mit Sperrfilter 5–18 MHz, zu sehen an der Abwesenheit des Signals im linken Bereich des Diagramms

Unter Ingress (engl. ‚Eindringen‘), auch Einstrahlung genannt, versteht man elektromagnetische Störungen, die in Koaxialkabeln durch Sendeanlagen, Haushaltsgeräte, Starkstromleitungen, Schaltnetzteile usw. entstehen. Die Störungen treten vor allem dann auf, wenn das Kabel oder dessen Schirmung beschädigt ist, Steckverbindungen defekt (oder schlecht geschirmt) oder das Schirmmaß (mindestens 85 dB) des Kabels selbst zu gering ist. Auch wenn die Verstärker übersteuert werden oder ein Defekt im Übergabepunkt oder am ankommenden Kabel ein Außenmantelbruch ist. Wenn ein Abzweiger oder Verteiler in der Erde beschädigt wurde kann auch Ingress entstehen. Ingress kann aber auch durch schlecht geschirmte Antennensteckdosen, Verbinder und Verteiler entstehen. Es sollten deshalb nur noch Bauteile der Klasse A verwendet werden. Die Störeinstrahlung sollte dabei 40 dB nicht überschreiten.

Unter Egress ist die gegenteilige Erscheinung gemeint, in dem das Signal nach außen tritt. Dies kann in einem schwächeren Signal zu HF-Störungen und Störstrahlung von benachbarten Geräten führen. Auch hier sollten deshalb nur noch Bauteile der Klasse A verwendet werden.

Eine weitere Bedeutung hat sich bei Computernetzwerken im Zusammenhang mit der Injektion von IP-Paketen mit gefälschter Absenderadresse eingebürgert. Als Mittel dagegen werden sogenannte Ingress-Filter als Bestandteil von Paketfiltern eingesetzt.

WeblinksBearbeiten

  • RFC 2267 – Network Ingress Filtering: Defeating Denial of Service Attacks which employ IP Source Address Spoofing (englisch)