IAV

Unternehmen, Engineeringpartner der Automobilindustrie

IAV GmbH Ingenieurgesellschaft Auto und Verkehr ist mit mehr als 8000 Mitarbeitern einer der weltweit führenden Engineering-Dienstleister der Automobilindustrie.

IAV GmbH Ingenieurgesellschaft Auto und Verkehr

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Rechtsform GmbH
Gründung 26. September 1983
Sitz Berlin, Deutschland
Leitung Matthias Kratzsch, Vorsitzender der Geschäftsführung; Katja Ziegler, Geschäftsführerin; Uwe Horn, Geschäftsführer
Mitarbeiterzahl 8.200 (2020)
Umsatz 896 Mio. Euro (2020)
Branche Automobilindustrie
Website www.iav.com

GeschichteBearbeiten

IAV entstand 1983 als Ausgründung der TU Berlin auf Initiative des damaligen Leiters des Fachgebiets Kraftfahrzeuge der TU Berlin, Hermann Appel. Das Unternehmen entwickelt Konzepte und Technologien für Fahrzeuge.

TätigkeitsbereicheBearbeiten

Zu den Kernkompetenzen gehören serientaugliche Lösungen in allen Bereichen der Elektronik-, Antriebsstrang- und Fahrzeugentwicklung. Zu den Kunden zählen weltweit alle namhaften Automobilhersteller und Zulieferer. Neben den Entwicklungszentren in Berlin, Gifhorn und Chemnitz/Stollberg verfügt IAV über weitere Standorte in Europa, Asien sowie Nord- und Südamerika.

Bekannte Projekte, an denen IAV mitgewirkt hat, sind unter anderem das 1-Liter-Auto von VW, die Anpassung des 5-Zylinder-TDI-Motors für den Volvo 850, das Motormanagement und die Getriebesteuerung des 3-Liter-Lupo sowie der Öko-Polo von VW, der bereits 1987 mit Dieselrußpartikelfilter ausgestattet war und einen durchschnittlichen Verbrauch von 1,7 l/100 km hatte.

Der Entwicklungsdienstleister beteiligt sich außerdem zunehmend an Forschungsprojekten zur künftigen Mobilität. So ist IAV am Shuttle-Projekt „HEAT“ (Hamburg Electric Autonomous Transportation) der Hamburger Hochbahn maßgeblich beteiligt.[1] „Wir möchten in der Lage sein, die gesamte Wertschöpfungskette von Mobilitätsdienstleistungen zu verstehen, im Detail bewerten und perspektivisch auch anbieten zu können“, äußerte sich IAV-Geschäftsführer Matthias Kratzsch im Gespräch mit dem Fachmagazin Automobil Industrie.[2]

Ingenieure des Autozulieferers IAV waren bei Manipulation von Abgaswerten für Dieselmotoren, vornehmlich für VW, beteiligt. Dies führte zu einem entsprechenden Strafverfahren, welches abschließend mit einem Bußgeldbescheid beschieden wurde. Die Firma akzeptierte diese Strafzahlung.[3][4]

GesellschafterBearbeiten

StandorteBearbeiten

EntwicklungszentrenBearbeiten

StandorteBearbeiten

TöchterBearbeiten

AsienBearbeiten

  • IAV Automotive Engineering (Shanghai) Co. Ltd.
  • IAV Co., Ltd. (Japan)
  • IAV Korea Co., Ltd.

EuropaBearbeiten

  • consulting4drive GmbH (Strategie- & Management-Beratung)
  • CPU 24/7 GmbH
  • IAV Automotive Engineering AB (Schweden)
  • IAV Cars GmbH
  • IAV Fahrzeugsicherheit GmbH & Co. KG
  • IAV S.A.S.U. (Frankreich)
  • IAV U.K. Ltd.
  • TRE GmbH

Nord-/SüdamerikaBearbeiten

  • IAV Automotive Engineering Inc. (USA)
  • IAV do Brasil Ltda.

WeblinksBearbeiten

Commons: IAV Automotive Engineering – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Svenja Gelowicz: Im autonomen Shuttle durch Hamburg: Testbetrieb startet. In: Automobil Industrie. Vogel Communications Group, 1. August 2019, abgerufen am 28. August 2019.
  2. Svenja Gelowicz: „Wir entwickeln uns in Bereiche wie den Fahrzeugbetrieb hinein“. In: Automobil Industrie. Vogel Communications Group, 20. August 2019, abgerufen am 28. August 2019.
  3. Pressemitteilung IAV: IAV bekennt sich zu seiner Rolle in der Dieselthematik. 22. Januar 2021, abgerufen am 26. Januar 2021 (deutsch).
  4. Staatsanwaltschaft Braunschweig verhängt weiteres Millionen-Bußgeld. In: ZEIT ONLINE. Abgerufen am 26. Januar 2021.
  5. https://www.iav.com/unternehmen/zahlen-und-fakten
  6. http://www.braunschweiger-zeitung.de/lokales/Braunschweig/230-iav-mitarbeiter-ziehen-ins-miro-gebaeude-ein-id848266.html