Hybrid Fiber Coax

Technologie zur Übertragung von analogen und digitalen Signalen, z.B. Kabelfernsehen
Schema einer HFC-Verteilung

Hybrid Fiber Coax (HFC) ist eine Kurzbezeichnung für eine bestimmte Technologie, mit der die Übertragung von analogen und digitalen Signalen großer Datenübertragungsrate (wie z. B. Fernsehsignale) leitungsgebunden ermöglicht wird. Dabei werden zur Verteilung der Signale im Regionalbereich Glasfaserstrecken verwendet, die bis in die Nähe der Haushalte führen (FTTC, Fibre to the Curb). An den Endpunkten der Glasfasern werden die optischen Signale in elektrische gewandelt, die dann über Koaxialkabel in die einzelnen Haushalte geführt werden. Meist werden von einem Koaxialkabel mehrere Haushalte versorgt. HFC-Netze werden gewöhnlich für Kabelfernsehen verwendet und sind oft mit einem digitalen Rückkanal ausgestattet, über den der Benutzer die Fernsehübertragung individuell steuern kann (Video on Demand). Zusätzlich wird bei Kabel Unternehmen das Internet und Telefon Signal über das HFC Netz betrieben. Über HFC sind trotz Shared Medium hohe Bandbreiten im Internet möglich. Die großen Deutschen Kabelanbieter stellen aktuell bereits trotz geteilter Leitung bis zu 1Gbit/s zur Verfügung.

Diese Technologie wurde von der SCTE (Society of Cable Telecommunications Engineers) standardisiert. Die Standards sind urheberrechtlich geschützt, können aber von der Webseite der SCTE zur ausschließlich persönlichen Verwendung abgerufen werden. Die in verschiedenen Ländern installierten HFC-Netze verwenden diese Standards aber in der Regel nicht.

LiteraturBearbeiten

  • Roger L. Freeman: Fundamentals of Telecommunications. 2. Auflage, John Wiley & Sons Inc., Hoboken 2005, ISBN 0-471-71045-8.
  • Jeff Hecht: Understanding Fiber Optics. 5. Auflage, Laser Light Press, Auburndale 2015, ISBN 1-511-44565-3.
  • Andres Keller: Breitbandkabel und Zugangsnetze. Technische Grundlagen und Standards. Springer-Verlag, Berlin/ Heidelberg 2011, ISBN 978-3-642-17631-9.

WeblinksBearbeiten