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Die Hutsburg ist eine hochmittelalterliche Höhenburganlage im Landkreis Schmalkalden-Meiningen. Sie befindet sich auf dem 639,3 m ü. NHN[1] hohen Hutsberg, einem markanten Basaltkegel über dem rechten Herpfufer bei Helmershausen (Gemeinde Rhönblick) in der Rhön. Wegen der Grenznähe (DDR/BRD) war die Burg über Jahrzehnte unzugänglich und geriet in Vergessenheit.

Hutsburg
Das Burgtor

Das Burgtor

Alternativname(n): Hutsberg
Entstehungszeit: um 1050
Burgentyp: Höhenburg
Erhaltungszustand: Wall- und Grabenreste
Ständische Stellung: Ortsadel
Bauweise: Bruchsteinmauerwerk
Ort: Helmershausen
Geographische Lage 50° 33′ 0,7″ N, 10° 14′ 36,2″ OKoordinaten: 50° 33′ 0,7″ N, 10° 14′ 36,2″ O
Höhe: 639,3 m ü. NHN
Hutsburg (Thüringen)
Hutsburg

GeschichteBearbeiten

Nach der mündlichen Überlieferung soll der Hutsberg bereits im 4. Jahrhundert eine Befestigungsanlage aufgewiesen haben. Aus dieser Zeit gibt es weder schriftliche Belege noch Baureste.

Die ältesten Teile der Hutsburg stammen vermutlich vom Ende des 12. Jahrhunderts, allerdings wurde sie erst 1273 erstmals urkundlich erwähnt. Die Hutsburg war zu dieser Zeit zu einem Raubritternest herabgesunken und wurde um 1275 von Graf Berthold von Henneberg-Schleusingen mit Unterstützung der Städte Erfurt, Nürnberg und Würzburg eingenommen und zerstört, nachdem König Rudolph die Freihaltung der Straßen angeordnet hatte. 1383 ließen die Grafen von Henneberg die Hutsburg als wichtigen strategischen Stützpunkt an der Südwestflanke ihres Territoriums wieder aufbauen und setzten ihre eigenen Burgmannen zur Verwaltung ein. Die Burg wurde in der Folgezeit mehrfach verpfändet, und am 13. Mai 1525 wurde sie im Bauernkrieg von den aufständischen Bauern endgültig zerstört.

Die Anlage bestand aus einem rechteckigen Wohnbau (Palas), einem nördlichen Eckturm, vier Schalentürmen sowie einer 10 m hohen und 1,7 m dicken Ringmauer mit äußerem Wallgraben. Die heutige Ruine besteht aus beträchtlichen Resten der Ringmauer und des großen rechteckigen Wohnbaues aus dem 14. Jahrhundert. Sie war Besuchern frei zugänglich, ist aktuell (2014) aber rund um die Außenmauern durch einen vom Forstamt Kaltennordheim errichteten Zaun gesperrt.

LiteraturBearbeiten

  • Norbert Hübscher, Hans-Joachim Nonn: Burg Hutsberg. s. n., Ilmenau, 1992.
  • Erich Meffert: Der Hutsberg. In: Thüringen. 4. Jg., Heft 5, 1928, ZDB-ID 349680-6, S. 65–69.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Hutsburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten