Hurley (Sportgerät)

Als Hurley (irisch camán) wird der in den insbesondere in Irland verbreiteten gälischen Mannschaftssportarten Hurling und Camogie genutzte Schläger bezeichnet.

Ein Hurley neben einem Sliotar, dem im Hurling genutzten Ball

Hurling und dessen Frauenvariante Camogie sind Torspiele, bei denen die Spieler beider Teams versuchen, mit dem Hurley oder mit der Hand einen als Sliotar bezeichneten Ball in das gegnerische Tor zu schlagen. Hinsichtlich des Spielablaufs ähneln beide Spiele einer Mischung aus Hockey und Lacrosse.

Ein Hurley ist, in Abhängigkeit von der Größe des Spielers, zwischen 45 und 100 Zentimeter lang. Er weist an seinem Schlagende eine flache und abgerundete Fläche auf, deren Breite an der größten Stelle 13 Zentimeter nicht überschreiten darf.[1] Diese Schlagfläche wird irisch als bos bezeichnet und ist beim Hurley des Torwarts meist größer als bei denen der Feldspieler.[2] Traditionell werden Hurleys aus Eschenholz hergestellt. Seit 2008 sind außerdem auch von der Gaelic Athletic Association, dem Dachverband der gälischen Sportarten in Irland, zugelassene Hurleys aus einem Komposit auf der Basis von Epoxidharz, Polyamid und Graphit kommerziell verfügbar.

Ein Hurley wird in Irland gelegentlich als Geschenk für ausländische Staatsgäste verwendet, so unter anderem durch den damaligen Taoiseach Enda Kenny im Mai 2011 für den amerikanischen Präsidenten Barack Obama[3] und im September 2015 für den indischen Premierminister Narendra Modi.[4]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Gaelic Athletic Association: Official Guide - Part 2 (PDF-Datei, ca. 950KB; zuletzt abgerufen am 17. März 2017)
  2. Martin Breheny: Time to enforce rule on hurley size – or scrap it Veröffentlicht durch Independent.ie am 18. September 2013 (zuletzt abgerufen am 20. März 2017)
  3. Mark Mardell: Obama has fun in Ireland Veröffentlicht durch BBC News am 23. Mai 2011 (zuletzt abgerufen am 20. März 2017)
  4. Taoiseach welcomes Indian prime minister to Dublin Veröffentlicht durch RTÉ am 23. September 2015 (zuletzt abgerufen am 20. März 2017)