Huben Tscherkelow

bulgarischer Maler und experimenteller Künstler

Houben R.T. (* 23. Januar 1970 in Kardschali, Bulgarien, als bulgarisch Хубен Черкелов, Transkriptionen: deutsch Huben Tscherkelow, englisch Houben Tcherkelov auch: Hoben Cherkelov) ist ein bulgarischer Maler und experimenteller Künstler.

LebenBearbeiten

Tscherkelow studierte Kunst an der Nationalen Kunstakademie in Sofia und wurde mit der radikalen Bewegung um die XXL Galerie in Verbindung gebracht, deren Mitbegründer, u. a. gemeinsam mit Swilen Stefanow, er war.[1] In dieser Zeit wurde er Zeuge der Trennung Bulgariens von der Sowjetunion und ihrem totalitären Regime. In seinen früheren Fotoaufnahmen, Filmen und Arbeiten sind das postkommunistische Bulgarien und die bulgarische Kunst das wiederkehrende Thema. Später malte Tscherkelow Bilder von amerikanischen und anderen nationalen Währungen, wobei er dafür die Techniken des Impasto, des Lasur, und des Aquarell einsetzt. Zudem verwendete er Bakterien, um in Nährmedien Bilder zu erzeugen, die dem Avers von Münzen nachempfunden sind.[2]

In seinem Videoprojekt „Reality Show“ dokumentierte Tscherkelov 1998 einen nächtlichen Trip in einer Limousine durch Sofia, bei dem er den Anweisungen eines Unbekannten folgt und die dem Ablauf einer TV Late-Night-Show ähnelt.[3] Bei der Neueröffnung des Museum of Biblical Arts in New York wurde ein Werk Tscherkelovs ausgestellt, dass den verstümmelten Kopf von Johannes dem Täufer in einer Darstellung auf Tapete zeigt.[4][5]

Er lebt in New York.

AusstellungenBearbeiten

  • 2009: Awakenings, Spattered Columns, New York[6]
  • 2008: Singular, Luxe Gallery, New York[7]
  • 2007: Houben R.T.: Works from the Brogan Museum of Art, DTR Modern Galleries, Boston
  • 2006: Hockney and Houben: Interpretations, DTR Modern Galleries, Boston[8]
  • 2005: Its Not about Sex, Luxe Gallery, New York
  • 2005 The Next Generation: Contemporary Expressions of Faith, Museum of Biblical Art (MOBIA); New York[5]
  • 2003: Export-Import. Contemporary Art from Bulgaria, Sofia Art Gallery, Sofia[9]
  • 2001: Looming up – Junge Kunst aus Bulgarien, Kunsthalle Exnergasse, Wien[10]
  • 1994 : Kossio Minchev and Houben Tcherkelov, Ata-Ray Gallery, Sofia[9]
  • 1994: AIDS, Studio-Spectrum Gallery, Sofia[9]

LiteraturBearbeiten

  • Hollis, Cynthia. “Houben R. T.” Currency: Art as Money, Money as Art. The Mary Brogan Museum of Art and Science. Tallahassee, Florida. 2006, S. 9
  • Karmen Balkanski. Sofia Houben Tcherkelov. Interventions in various fields of life. SIKSI, The nordic art review XII, No. 4, 1997, S. 78–81
  • Marina Grzinic: "Out of Sofia". Momentaufnahmen in der bulgarischen Videokunstszene 1998. springerin, Hefte für Gegenwartskunst, 1/99

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Phillips, Christopher. “Report From Sofia: The View from Europe’s Lower East Side.” Art in America. October, 1997. pg. 49.
  2. David D'Agostino: Using bacteria to etch beauty (Memento des Originals vom 4. März 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ctrl-z.org. Zet Mag, März 2001
  3. Iara Boubnova, Luchezar Boyadjiev: The State of Video Art in Bulgaria. Art margins, September 2000
  4. Randy Kennedy: A Museum About the Bible Aims To Be Taken Seriously . New York Times, 11. Mai 2005
  5. a b Patricia Pongracz,Wayne L. Roosa: The next generation: contemporary expressions of faith. Museum of Biblical Arts. Wm. B. Eerdmans Publishing, 2005, S. 49
  6. Internetseite artcat.com
  7. Internetseite artcat.com
  8. Pressemitteilung der DTR Modern Galleries, Boston (PDF; 218 kB)
  9. a b c Internetseite ICA, Sofia
  10. Internetseite Basis Wien