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Der Hilfe für Brüder International e. V. mit Sitz in Stuttgart ist ein Missionsverein, der 1980 im Auftrag der Deutschen Evangelischen Allianz (DEA) und der Arbeitsgemeinschaft Evangelikaler Missionen (AEM) gegründet wurde. Er versteht sich als Personaldienst für evangelikal geprägte Kirchen und Hilfswerke in der Dritten Welt. Der Verein zählt zu den überkonfessionellen Missionsgesellschaften.

Hilfe für Brüder International e. V.
Logo
Rechtsform Eingetragener Verein
Gründung 1980
Gründer Ernst Vatter und Winrich Scheffbuch
Sitz Stuttgart, Deutschland
Motto Gottes Liebe weltweit
Schwerpunkt Personaldienst für evangelikal geprägte Kirchen und Hilfswerke in der Dritten Welt
Methode materielle, ideelle und geistliche Förderung der äußeren Mission
Personen Dieter Abrell und Reinhard Holmer (Vorstand), Ulrich Weinhold (Geschäftsführer)
Website www.hilfe-fuer-brueder.de

GeschichteBearbeiten

Die Gründer Ernst Vatter und Winrich Scheffbuch schrieben 1980 in ihrem ersten Brief[1] von Hilfe für Brüder an die Freunde über die Anfänge, dass sie immer wieder Hilferufe aus Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa erreichten, die unentbehrlichen Ernährungs- und Entwicklungsprogramme durch Unterstützung bei der Evangelisation und Gemeindegründung zu ergänzen.[2]

Das Hilfswerk „Hilfe für Brüder International“, der Entwicklungshelferdienst „Christliche Fachkräfte International“ und der Vermittlungsdienst für Kurzzeiteinsätze „Co-Workers“ bilden den Verbund „Gottes Liebe Weltweit“.

OrganisationBearbeiten

An der Umsetzung der Ziele des Missionsvereins, die materielle, geistige und geistliche Förderung der äußeren Mission, wird in Zusammenarbeit mit folgenden Partnerorganisationen gearbeitet:

Hilfe für Brüder International e. V.Bearbeiten

Der Verein unterstützt seit 1980 weltweit christliche Initiativen durch finanzielle Hilfe.[3] Er ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Evangelikaler Missionen. Mit dem 2016 gestarteten Projekt „ChanceMent“ können Studenten ihre Pflichtpraktika im Ausland ableisten.[4]

Christliche Fachkräfte InternationalBearbeiten

Der Verein Christliche Fachkräfte International (CFI) wurde 1984 gegründet und 1985 auf Initiative des damaligen Bundeskanzlers Helmut Kohl durch die Bundesregierung als sechsten deutschen Träger des Entwicklungsdienstes anerkannt.[5] CFI vermittelt Fachleute für Projekte in den Bereichen Bildung[6], Beratung, Gesundheit, Technik und Landwirtschaft. Schwerpunkt der weltweiten Arbeit ist die Förderung und Ausbildung einheimischer Mitarbeiter der nationalen Kirchen und die Unterstützung von christlichen Organisationen, wie z. B. Dienste in Übersee.

Das Programm EF-facts[7] wird im Rahmen der Initiative weltwärts des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung für Fachkräfte zwischen 18 und 28 Jahren angeboten. Der Freiwilligendienst dauert zwölf Monate und wird teilweise aus öffentlichen Mitteln gefördert.

CFI ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Evangelikaler Missionen und gehört dem Konsortium Ziviler Friedensdienst (ZFD) an und kann dafür speziell qualifizierte Friedensfachkräfte entsenden.

CFI ist Träger der seit 1981 im Januar (anfangs alle zwei Jahre, seit 2004 jährlich) stattfindenden Informationsveranstaltung „Jugendkonferenz für Weltmission“ (JuMiKo) im ICS Stuttgart. Hier erhalten Interessenten Fachvorträge, Gesprächsaustausch mit erfahrenen Missionaren, konkrete Berufsberatung und Auskunft über offene Stellen.[8] Mit über 100 Ausstellern ist sie Deutschlands größte Fachmesse für Berufe in Mission und Entwicklungshilfe.[9] Veranstalter ist die Christusbewegung „Lebendige Gemeinde“ in Zusammenarbeit mit Gemeinschafts- und Jugendverbänden, Bibelschulen sowie evangelikalen Missionswerken.[10]

Co-Workers InternationalBearbeiten

Der 1995 gegründete Jugend-Freiwilligendienst Co-Workers[11] unterstützt einheimische Kirchen, Entwicklungshelfer und Missionare weltweit in ihrem geistlichen Auftrag. Co-Workers sind mindestens 18 Jahre alt, haben eine abgeschlossene Schul- oder Berufsausbildung und haben zuvor schon in einer christlichen Jugendarbeit oder Gemeinde mitgearbeitet. Die Einsatzdauer ist abhängig von der Art der Arbeit und den Anforderungen der Einsatzstelle. In der Regel dauern Einsätze zwischen sechs und zwölf Monaten. Die meisten Einsätze werden im Rahmen eines Volontariats durchgeführt.[12]

FinanzierungBearbeiten

Die Arbeit von Hilfe für Brüder wird sowohl durch Spenden finanziert als auch durch Mittel der Evangelischen Zentralstelle für Entwicklungshilfe (EZE) gefördert.

LeitungBearbeiten

Die Verantwortung im Vorstand tragen seit 2017 als Vorsitzender Dieter Abrell, Synodaler der Württembergischen Evangelischen Landessynode und IT-Fachmann[13], den stellvertretenden Vorsitz hat der Direktor des Diakonissen-Mutterhauses Neuvandsburg Reinhard Holmer (Elbingerode/Harz), Geschäftsführer ist Ulrich Weinhold.[14]

AuszeichnungenBearbeiten

Der CFI erhielt 2018 für ein Projekt in Uganda den Sonderpreis „Innovation und biologische Vielfalt“ des Innovationspreis für Klima und Umwelt.[15]

PublikationenBearbeiten

  • Hilfe für Brüder: Informationen zur Fürbitte, seit 1982, Erscheinungsweise: zweimonatlich (DNB)

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Brief des Vorstandes zur Gründung vom 12. April 1980 (Memento vom 24. Dezember 2013 im Internet Archive), gottes-liebe-weltweit.de.
  2. Die Vereinsgründung (Memento vom 24. Dezember 2013 im Internet Archive), gottes-liebe-weltweit.de.
  3. Gottes Liebe weltweit Webauftritt von Hilfe für Brüder International
  4. Stuttgarter Konferenz für Weltmission: Deutsche Kirche demontiert sich – weltweite Gemeinde wächst, idea.de, Meldung vom 6. Mai 2016.
  5. Staatssekretär Fuchtel: Ein gelungenes Beispiel für Hilfe zur Selbsthilfe: Bundesministerium würdigt „Christliche Fachkräfte International“, idea.de, Artikel vom 30. Mai 2014.
  6. Sensation in Nordkorea: Christen fördern erste Privatuni (Memento vom 24. Dezember 2013 im Internet Archive), kath.net.
  7. EF-facts – Vor Ort helfen – neue Perspektiven entdecken, ef-facts.de, abgerufen am 1. April 2014.
  8. CFI Träger der „Jugendkonferenz für Weltmission“ (JuMiKo) (Memento vom 26. Dezember 2015 im Internet Archive), jumiko-stuttgart.de
  9. Die Maximum-Motivierten, idea.de, Bericht vom 7. Januar 2019.
  10. Junge Christen werden in der Mission gebraucht, idea.de, Artikel vom 8. Januar 2018.
  11. 1995: Gründung Co-Workers, dwg-load.net, abgerufen am 5. März 2017.
  12. Voraussetzungen für Co-Workers, gottes-liebe-weltweit.de, abgerufen am 1. April 2014.
  13. Vorsitzender Dieter Abrell: Synodaler, elk-wue.de, abgerufen am 1. Juli 2017.
  14. Informationen zum Personalwechsel: ideaSpektrum, Ausgabe 22/2017, S. 9.
  15. „Christliche Fachkräfte International“ erhält Innovationspreis, idea.de, Meldung vom 22. Februar 2018.