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Herrschaftsrecht ist das Recht auf ein Rechtsobjekt selbst einzuwirken und alle anderen von einer Einwirkung auszuschließen. Es stellt somit ein absolutes Recht dar.

Herrschaftsrechte können an körperlichen (Sachen) oder unkörperlichen (Immaterialgütern) Rechtsobjekten bestehen.

Ein Beispiel für ein Herrschaftsrecht an einer Sache ist das Eigentum. Kraft des Eigentums ist der Eigentümer gem. § 903 BGB berechtigt, mit der Sache nach Belieben zu verfahren und andere von jeder Einwirkung auszuschließen (in Österreich § 362 ABGB, in der Schweiz Art. 641 Abs. 1 ZGB).

Ein Beispiel für ein Herrschaftsrecht an einem immateriellen Gut ist das Patent. Kraft des Patents ist der Patentinhaber gem. § 9 PatG alleine berechtigt, die patentierte Erfindung im Rahmen des geltenden Rechts zu benutzen (in Österreich: § 22 öPatG (1996), in der Schweiz: Art. 8 PatG).

Herrschaftsrechte an Personen (Sklaverei, Schuldknechtschaft, Leibeigenschaft) existieren in modernen Rechtsordnungen nicht mehr. Das Eltern-Kind-Verhältnis ist kein Herrschaftsverhältnis, sondern ein, Sorgerechte und -pflichten umfassendes, Personenverhältnis (§ 1626 BGB)

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