Herrschaft Heidenheim

Schloss Hellenstein

Die Herrschaft Heidenheim, bzw. zeitweilig auch Herrschaft Hellenstein genannt, war ursprünglich alemannisches Herzogsgut und im Hochmittelalter im Besitz der Staufer. Nach dem Interregnum zog König Rudolf die Herrschaft für das Reich ein. Durch Verpfändung zu Beginn des 14. Jahrhunderts erlangten die Grafen von Helfenstein die Herrschaftsrechte. Die Höhenburg Hellenstein wurde zum Mittelpunkt der gleichnamigen Herrschaft, die 1448 nun als Herrschaft Heidenheim an Württemberg fiel. 1550 gelangte die Herrschaft durch Verkauf an Herzog Ludwig den Reichen von Bayern-Landshut. Die Herrschaft war Bestandteil des Schwäbischen Reichskreises, der zu Beginn des 16. Jahrhunderts eingerichtet wurde. Im Zuge des Landshuter Erbfolgekriegs fiel die Herrschaft Heidenheim 1504 an das Herzogtum Württemberg zurück. Während des Dreißigjährigen Kriegs geriet die Herrschaft Heidenheim von 1535 bis 1648 an das Kurfürstentum Bayern und kam erst mit dem Westfälischen Frieden wieder an Württemberg.

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Gerhard Köbler: Historisches Lexikon der deutschen Länder. Die deutschen Territorien vom Mittelalter bis zur Gegenwart. 7., vollständig überarbeitete Auflage. C.H. Beck, München 2007, ISBN 978-3-406-54986-1, S. 261.