Hauptmenü öffnen

Herbert Hunger

österreichischer Byzantinist

LebenBearbeiten

Hunger war von 1956 bis 1962 Direktor der Papyrussammlung der Österreichischen Nationalbibliothek, von 1962 bis 1985 Universitätsprofessor in Wien und von 1973 bis 1982 Präsident der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Er begründete die Wiener Schule der Byzantinistik und war der erste Inhaber des Lehrstuhls für Byzantinistik an der Universität Wien.

Der Heidelberger Akademie der Wissenschaften gehörte er seit 1978 als korrespondierendes Mitglied an.[1] Am 10. Oktober 1980 wurde Hunger zum korrespondierenden Mitglied der Philologisch-historischen Klasse der Sächsischen Akademie der Wissenschaften gewählt.[2] Im gleichen Jahr wurde er in die American Philosophical Society aufgenommen.[3]

Hunger wurde am Wiener Zentralfriedhof bestattet.

AuszeichnungenBearbeiten

Schriften (Auswahl)Bearbeiten

  • Studien zur griechischen Paläographie (= Biblos-Schriften. 5, ZDB-ID 501904-7). Hollinek, Wien 1954.
  • als Herausgeber: Byzantinische Geisteswelt. Von Konstantin dem Großen bis zum Fall Konstantinopels. Holle, Baden-Baden 1958.
  • Lexikon der griechischen und römischen Mythologie. Hollinek, Wien 1953, (8., erweiterte Auflage. ebenda 1988, ISBN 3-85119-230-3; Neudruck Reinbek 1974).
  • mit Anderen: Antikes und mittelalterliches Buch- und Schriftwesen. Überlieferungsgeschichte der antiken Literatur (= Geschichte der Textüberlieferung der antiken und mittelalterlichen Literatur. 1). Atlantis, Zürich 1961.
  • Reich der neuen Mitte. Der christliche Geist der byzantinischen Kultur. Styria, Graz u. a. 1965.
  • Katalog der griechischen Handschriften der Österreichischen Nationalbibliothek. 6 Bände. 1961–1994 (recte –1995).
  • Byzantinische Grundlagenforschung. Gesammelte Aufsätze (= Variorum reprint CS. 21). Variorum Reprints, London 1973, ISBN 0-902089-55-2.
  • Lexikon der griechischen und römischen Mythologie. Reinbek 1974.
  • Die hochsprachliche profane Literatur der Byzantiner (= Handbuch der Altertumswissenschaft. Abt. 12: Byzantinisches Handbuch. Tl.: 5, 1–2). 2 Bände. Beck, München 1978;
    • Band 1: Philosophie, Rhetorik, Epistolographie, Geschichtsschreibung, Geographie. 1978, ISBN 3-406-01427-5;
    • Band 2: Philologie, Profandichtung, Musik, Mathematik und Astronomie, Naturwissenschaften, Medizin, Kriegswissenschaft, Rechtsliteratur. 1978, ISBN 3-406-01428-3.
  • Epidosis. Gesammelte Schriften zur byzantinischen Geistes- und Kulturgeschichte. Edition Maris, München 1989, ISBN 3-925801-05-7.
  • Schreiben und Lesen in Byzanz. Die byzantinische Buchkultur. Beck, München 1989, ISBN 3-406-33391-5 (In neugriechischer Sprache und Schrift: Ο κόσμος του βυζαντινού βιβλίου. Γραφή και ανάγνωση στο Βυζάντιο. Ινστιτούτο του βιβλίου – Μ. Καρδαμίτσα, Αθήνα 1995, ISBN 960-354-017-X).
  • Prochoros Kydones' Übersetzungen von S. Augustinus, De libero arbitrio I 1-90 und Ps.-Augustinus, De decem plagis Aegyptiorum (= Wiener Studien. Beiheft. 14). Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1990, ISBN 3-7001-1719-1.
  • Das Denken am Leitseil der Sprache. Johann Nestroys geniale wie auch banale Verfremdungen durch Neologismen (= Österreichische Akademie der Wissenschaften. Philosophisch-Historische Klasse. Sitzungsberichte. 664). Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1999, ISBN 3-7001-2790-1.

LiteraturBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Mitglieder der HAdW seit ihrer Gründung 1909. Herbert Hunger. Heidelberger Akademie der Wissenschaften, abgerufen am 5. Juli 2016.
  2. Mitglieder der SAW: Herbert Hunger, Prof. Dr. phil. habil. Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig, abgerufen am 5. Juli 2016.
  3. Member History: Herbert Hunger. American Philosophical Society, abgerufen am 6. Oktober 2018.

WeblinksBearbeiten