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Heinrich Gerhard Everhard Remy (* 20. September 1890 in Weeze[1]; † 27. November 1974[2] in Hamburg) war ein deutscher Chemiker und Professor.

1914 promovierte er bei Ernst Hermann Riesenfeld in Freiburg und wurde 1914 Assistent in Gießen. Es folgte 1914–1918 Kriegsdienst. 1918–1922 war er Assistent/Privatdozent in Göttingen. 1920 erfolgte die Habilitation in Göttingen. Ab 1922 war Remy außerordentlicher Professor für Anorganische Chemie am Chemischen Staatsinstitut der Universität Hamburg, Institut für Anorganische Chemie, wo er 1946 einen Lehrstuhl erhielt. Zur Zeit des Nationalsozialismus wurde Remy 1933 Mitglied der NSDAP. Er unterzeichnete am 11. November 1933 das Bekenntnis der Professoren an den deutschen Universitäten und Hochschulen zu Adolf Hitler und dem nationalsozialistischen Staat.[3]

Sein Arbeitsgebiet umfasste die Chemie der Eisen-Fluor-Verbindungen, die Phosphorchemie, Arbeiten über Katalysatoren, Koordinationsverbindungen und Fragen der Nomenklatur anorganischer Verbindungen. Er wurde bekannt durch sein zweibändiges Lehrbuch der Anorganischen Chemie, das 13 beziehungsweise 14 Auflagen hatte.[4][5]

Er war seit 1910 Mitglied der katholischen Studentenverbindung KDStV Hercynia Freiburg im Breisgau.

LiteraturBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Georg Krause, Eduard Johannes Ernst Vietinghoff-Scheel: Chemiker-Zeitung/Chemische Apparatur, Band 84, Seite 611, A. Hüthig, 1960
  2. Siegfried Engels, Rüdiger Stolz: ABC Geschichte der Chemie, Seite 336, Deutscher Verlag für Grundstoffindustrie, 1989
  3. Ernst Klee: Das Personenlexikon zum Dritten Reich, Frankfurt am Main 2007, S. 491
  4. [1]
  5. Heinrich Remy: Lehrbuch der Anorganischen Chemie. Band I und II, Akademische Verlagsgesellschaft Geest & Portig, 12. und 13. Aufl. Leipzig 1973.

WeblinksBearbeiten