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Heathen Chemistry
Studioalbum von Oasis

Veröffent-
lichung(en)

1. Juli 2002[1]

Label(s) Epic/Sony BMG, Big Brother

Format(e)

CD, Vinyl, Kassette, DVD, MiniDisc

Genre(s)

Britpop

Titel (Anzahl)

11+1

Laufzeit

47:53

Besetzung

Produktion

Oasis

Studio(s)

Wheeler End, London

Chronologie
Familiar to Millions Heathen Chemistry Don’t Believe the Truth

Heathen Chemistry ist das fünfte Studioalbum der britischen Rockband Oasis. Es wurde im Juli 2002 veröffentlicht.

Allein in Großbritannien wurden etwa 1 Million Platten verkauft, was es in die Liste der 10 meistverkauften Alben des Jahres beförderte. Weltweit gingen knapp 4 Millionen Platten über die Ladentische. Jedoch fielen die Kritiken eher durchwachsen aus, wenngleich Heathen Chemistry freundlicher von der Presse aufgenommen wurde als die beiden vorigen Alben.

BeschreibungBearbeiten

AufnahmenBearbeiten

Die Aufnahmen entstanden zwischen Ende 2001 und Anfang 2002. Es ist das erste Oasis-Studioalbum, das mit den neuen Mitgliedern, dem Bassisten Andy Bell und dem Gitarristen Gem Archer aufgenommen wurde. Bell und Archer steuerten je einen Song bei, Liam Gallagher schrieb drei, so dass dieses Album endgültig das Ende Noel Gallaghers künstlerischer Alleinherrschaft markiert. Liam schrieb bereits für das vorige Album Standing on the Shoulder of Giants den Song Little James. Dieser Trend wurde auf dem nächsten Album Don’t Believe the Truth fortgesetzt, auf dem weniger als die Hälfte der Songs aus Noel Gallaghers Feder stammten. Außerdem ist zum letzten Mal der langjährige Schlagzeuger Alan White zu hören, der wegen fehlender Einsatzbereitschaft für Aufnahmen im Jahre 2004 aus der Band geworfen wurde.

AuskopplungenBearbeiten

Alle vier ausgekoppelten Singles rückten in die Top 3 der britischen Charts: The Hindu Times, ihre sechste Nummer eins im UK, Stop Crying Your Heart Out, die Hymne der BBC für das Ausscheiden der englischen Fußballnationalmannschaft aus der WM 2002, die Doppel A-Seite Little by Little / She Is Love – beide von Noel gesungen – und Songbird, die erste von Liam verfasste Single. Ein Ausschnitt des Songs Hung in a Bad Place wurde für Fernsehspots der Damenunterwäschelinie Victoria’s Secret in den USA verwendet.

SoundBearbeiten

Beim Sound des Albums kehrten Oasis zurück zu ihren Wurzeln. Nach den beiden musikalisch stark überladenen Alben Be Here Now und Standing on the Shoulder of Giants strebte die Band einen einfacher strukturierten Sound an. Die Gitarren klingen Oasis-typisch laut und eingängig, sind aber nicht derartig überpräsent wie auf den Aufnahmen im Jahr 1997.[2] Es gibt kurze, auf akustischen Gitarren gespielte Stücke (Songbird, She Is Love), die Stadionrock-Hymnen (Little by Little, Stop Crying Your Heart Out), Drei-Akkorde-Rocker (The Hindu Times, Hung in a Bad Place) und experimentellere Songs, auf denen die Band ungewohnte Songstrukturen (Born on a Different Cloud) und Rhythmen (Better Man, A Quick Peep) ausprobiert.[3]

KritikenBearbeiten

Die Fachpresse gab keine einheitliche Bewertung ab. Der grundlegende Tenor ist, dass dieses Album besser als seine zwei Vorgänger sei, jedoch sind die Ansichten, ob es sich um ein hochklassiges[4][5][6] oder ein eher mittelmäßiges Album halte,[7] verschieden. Singles wie Stop Crying Your Heart Out[8] und Liam Gallaghers Beiträge wie Songbird[9][10] wurden durchweg gelobt, jedoch wurde dem Album fehlende Qualität im Vergleich mit früheren Werken attestiert.[11] Die häufigsten Kritikpunkte waren die fehlende Innovation,[12] das starre Beibehalten alter Songschemata[13] und die Produktion.[14] Dieses Urteil ist mittlerweile auch unter einem Teil der Anhänger verbreitet, obwohl das Album die Fan-Euphorie insbesondere in Großbritannien und Italien wiederzubeleben schien und starke Verkaufszahlen verbuchen konnte. Noel Gallagher selbst betitelte das Album seiner Zeit als eines seiner besten, wenngleich er anmerkte, dass die Band musikalisch noch nicht da stünde, wo er sie sich vorstellte.[15][16]

LeakBearbeiten

Alle 11 Songs des Albums waren drei Monate vor Veröffentlichung bereits im Internet aufgetaucht. Die endgültigen Versionen der Songs Little by Little und Better Man unterschieden sich allerdings minimal von den lancierten Versionen.

NamensgebungBearbeiten

Der Titel des Albums wurde durch ein T-Shirt mit dem Aufdruck „The Society of Heathen Chemists“ inspiriert, welches Noel auf Ibiza gekauft hat. Auf ähnliche Weise kam der Song The Hindu Times zu seinem Namen: Noel erblickte einen entsprechenden Schriftzug auf einem T-Shirt während Fotoaufnahmen für die „100 Greatest Guitarists“ Ausgabe des GQ Magazins. Ursprünglich war der Track ein Instrumentalstück; allen Instrumentalstücken der Aufnahmen wurden richtige Namen gegeben anstelle von Ordnungsbezeichnungen wie Instrumental 1 und so weiter.[17]

TitellisteBearbeiten

  1. The Hindu Times (Noel Gallagher) – 3:49
  2. Force of Nature (Noel Gallagher) – 4:51
  3. Hung in a Bad Place (Gem Archer) – 3:28
  4. Stop Crying Your Heart Out (Noel Gallagher) – 4:59
  5. Songbird (Liam Gallagher) – 2:07
  6. Little by Little (Noel Gallagher) – 4:52
  7. A Quick Peep (Andy Bell) – 1:17
  8. (Probably) All in the Mind (Noel Gallagher) – 4:02
  9. She Is Love (Noel Gallagher) – 3:09
  10. Born on a Different Cloud (Liam Gallagher) – 6:08
  11. Better Man (Liam Gallagher) – 38:02 (Lied endet nach 4:20)

SinglesBearbeiten

Information
„The Hindu Times“
  • 15. April 2002
  • Musik/Text: Noel Gallagher
  • Produzenten: Oasis
  • Chartplatzierung: #1 UK, #31 GER[18]
„Stop Crying Your Heart Out“
  • VÖ: 17. Juni 2002
  • Musik/Text: Noel Gallagher
  • Produzenten: Oasis
  • Chartplatzierung: #2 UK, #48 GER[19]
„Little by Little“/„She Is Love“
  • VÖ: 23. September 2002
  • Musik/Text: Noel Gallagher
  • Produzenten: Oasis
  • Chartplatzierung: #2 (UK)[20]
„Songbird“
  • VÖ: 3. Februar 2003
  • Musik/Text: Liam Gallagher
  • Produzenten: Oasis
  • Chartplatzierung: #3 UK[21]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. release date
  2. AllMusicGuide Review
  3. NME Review
  4. Musikexpress Review
  5. discover.de Review
  6. taz.de Review
  7. plattentests.de Review
  8. Visions.de Review
  9. NME Review
  10. laut.de Review
  11. [1]
  12. Pitchfork Review (Memento vom 13. Juni 2007 im Internet Archive)
  13. RollingStone Review
  14. AllMusicGuide Review
  15. Doku Teil 1 auf YouTube
  16. Doku Teil 2 auf YouTube
  17. Sunday Times Promo Doku auf YouTube
  18. [2]
  19. [3]
  20. [4]
  21. [5]