Hauptmenü öffnen

Das Haushaltspanel ist eine statistische Erhebung über die Arbeits- und Lebensbedingungen der Menschen in einzelnen Regionen, Staaten oder Staatengemeinschaften. Der Wortteil Panel bezeichnet hierbei eine Längsschnittstudie aufgrund einer Datenerhebung zu mehreren Zeitpunkten mit derselben Stichprobe.

Marketingfirmen oder die Statistischen Ämter legen ausgewählten Haushalten in bestimmten Zeitabständen einen identischen Fragenkatalog vor, dessen Beantwortung in weitere Planungen politischer oder marktstrategischer Art einfließt.

Europäische HaushaltspanelsBearbeiten

Eines der größten Haushaltspanels ist das Europäische Haushaltspanel (ECHP), das die Europäische Kommission durch das Statistische Amt der Europäischen Gemeinschaften (Eurostat) in Zusammenarbeit mit den nationalen Statistischen Ämtern durchführen lässt.

In der EU waren in den ersten drei Befragungswellen 65.000 Haushalte beteiligt, wovon etwa 5.000 in Deutschland beheimatet waren. Nach der dritten Befragungswelle wurde die Befragung in Deutschland eingestellt. Um die dadurch entstehende „Datenlücke“ zu schließen, wurden die deutschen Daten mit konvertierten Daten aus der amtlichen Statistik und zu circa zwei Drittel vom Sozio-oekonomischen Panel (SOEP) aufgefüllt. Mit der achten Erhebungswelle wurde das ECHP 2001 beendet.

Das Nachfolgeprojekt der europäischen Haushaltspanel-Studie ECHP heißt EU-SILC (Statistics on Income and Living Conditions). Die Erhebung der EU-SILC Daten hat in den meisten EU-Staaten 2004 begonnen, in Deutschland 2005.

Bedeutende deutsche HaushaltspanelsBearbeiten

Eines der bedeutendsten Haushaltspanels in Deutschland ist die Studie Leben in Deutschland des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP). In einem jährlichen Rhythmus werden seit 1984 immer dieselben Privathaushalte freiwillig befragt. An der 20. Befragungswelle waren über 12.000 Haushalte beteiligt.

Die für den deutschen Markt gebräuchlichsten Haushaltspanels werden von folgenden Instituten und Arbeitsgemeinschaften durchgeführt:

LiteraturBearbeiten

  • Karl Schneider (Hrsg.): Werbung in Theorie und Praxis. 6. Aufl. Waiblingen: M&S Verlag, 2003, S. 172 ff., ISBN 3-930465-00-0.

WeblinksBearbeiten

Siehe auchBearbeiten