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Der Hansa-Brandenburg KDW („Kampf-Doppeldecker-Wasser“) war ein deutsches Marineflugzeug im Ersten Weltkrieg.

Hansa-Brandenburg KDW
Typ: Marine-Jagdflugzeug
Entwurfsland:

Deutsches ReichDeutsches Kaiserreich Deutsches Reich

Hersteller:

Hansa- und Brandenburgische Flugzeug-Werke

Indienststellung: 1916
Produktionszeit:

1916–1918

Stückzahl: 58

EntwicklungBearbeiten

Der Konstrukteur der Hansa- und Brandenburgischen Flugzeug-Werke Ernst Heinkel hatte den KDW – nicht zu verwechseln mit dem Flugboot Hansa-Brandenburg CC, das von der k.u.k.-Marine ebenfalls als KDW bezeichnet wurde – 1916 aus dem Hansa-Brandenburg D.I-Jagdflugzeug mit dessen typischer Sternverstrebung entwickelt, an dem er Schwimmer und eine Schwanzflosse anbrachte und dessen Spannweite er vergrößerte. Um die Sicht des Piloten zu verbessern, war der Abstand zwischen oberer Tragfläche und Rumpf erhöht worden, und kleine Ausschnitte waren in die unteren Flügelwurzeln eingelassen. Zu dieser Zeit suchte die Kaiserliche Marine einen seetauglichen Jagdeinsitzer, um ihre Einrichtungen gegen feindliche Luftangriffe zu sichern.

Insgesamt wurden bis Februar 1918 ca. 60 Maschinen in fünf verschiedenen Produktionsserien gebaut, die jeweils leicht voneinander abwichen: Die ersten Maschinen erhielten den Benz Bz III-Motor, die folgende Serie Daimler-Motoren Mercedes D IIIa, dann wurde wieder der Bz III verwendet. In der letzten Serie wurde der Maybach Mb III mit 160 PS eingebaut. Auch eine Variante W.11 mit 200 PS starken Benz-Bz-IV-Motor wurde mit drei Exemplaren gebaut. Daneben wurde eine W.16 mit 160 PS U.III-Rotationsmotor und eine W.25 mit konventionell verspannten Tragflächen erprobt.

Die KDW operierten ab Mitte 1916 vor allem an der Nordsee und an der Adria, wo sie bis Kriegsende im Einsatz blieben. Dennoch war die Maschine bereits 1917 veraltet und der Albatros W.4 und der Hansa-Brandenburg W.12 unterlegen.

Technische DatenBearbeiten

Kenngröße Daten (Abweichungen pro Serie möglich)
Besatzung 1
Länge 8,00 m
Spannweite 9,22 m
Höhe 3,30 m
Flügelfläche 29,15 m²
Leermasse 760 kg
Startmasse 1045 kg
Höchstgeschwindigkeit 172–175 km/h in NN
Steigzeit auf 1000 m 4:30 min
Steigzeit auf 2000 m 11–14 min
Steigzeit auf 3000 m 21:30 min
Dienstgipfelhöhe 4000 m
Reichweite 500–540 km
Flugdauer 2:30 h – 3 h
Triebwerk ein wassergekühlter 6-Zylinder-Reihenmotor Benz Bz III, Mercedes D III oder Maybach Mb III, mit 150 bzw. 160 PS Startleistung
Bewaffnung 1–2 starre MG 08/15 7,92 mm

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Angelucci, Enzo; Matricardi, Paolo: Flugzeuge von den Anfängen bis zum 1. Weltkrieg; Wiesbaden 1976, ISBN 3-8068-0391-9
  • Kenneth Munson: Kampfflugzeuge, Jagd- und Trainingsflugzeuge 1914–19, Zürich 1968, Nr. 76
  • Jackson, Robert, The Encyclopedia of Military Aircraft, Parragon, 2002. ISBN 0-7525-8130-9
  • Kroschel, Günter; Stützer, Helmut: Die deutschen Militärflugzeuge 1910–18, Wilhelmshaven 1977