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Das Handicap ist in Sport und Spiel ein in der Regel berechneter Faktor, der unterschiedliche Leistungsstärken nivellieren soll, um auch in einem heterogenen Feld einen spannenden Wettbewerb zu ermöglichen.

Inhaltsverzeichnis

Handicap durch SpielvorgabenBearbeiten

Spielvorgaben im GolfBearbeiten

Hauptartikel: Handicap (Golf), Course Rating und Slope

Im Golfsport wird aus den Eigenschaften des bespielten Golfplatzes (Course Rating und Slope) und aus der Stammvorgabe (Handicap) jedes Amateurspielers die Spielvorgabe berechnet, die er als sogenannte Vorgabeschläge erhält. Ein besserer Spieler auf einem einfacheren Platz muss die Runde also mit entsprechend weniger Schlägen absolvieren, um ein vergleichbares Ergebnis zu erzielen.

Spielvorgaben im GoBearbeiten

Hauptartikel: Vorgabe (Go)

Beim Go wirken sich Spielvorgaben in zusätzlichen Steinen aus, die der schwächere Spieler bereits vor Beginn der Partie auf dem Brett platzieren darf.

Spielvorgaben im SchachBearbeiten

Hauptartikel: Vorgabepartie

Beim Schach kann einem schwächeren Gegner ein materielles Übergewicht oder der Anzugsvorteil überlassen werden.

Spielvorgaben im PoloBearbeiten

Im Polosport erhält das schwächere Team einen Torevorsprung gemäß den addierten Spielvorgaben. Die Summe der Handicaps aller Spieler einer Mannschaft ergibt das Handicap einer Mannschaft. Die Differenz der Handicaps beider Mannschaften ergibt durch eine Formel die Spielvorgabe bzw. Torvorgabe für die schwächere Mannschaft.

Spielvorgaben im BillardBearbeiten

Im Billard, besonders in den Sparten English Billards, Snooker und 14/1-endlos, wird den schwächeren Spielern ein Punktevorsprung auf den Stärkeren gewährt. So wurde z. B. bei den News of the World Championship (1950–1959) allen Teilnehmern ein 20-Punkte-Vorsprung je Frame auf den überragenden Spieler Joe Davis gegeben.

Handicap durch GewichtszulageBearbeiten

Bei Pferderennen, Autorennen und im Luftsport gibt es bestimmte Wettbewerbe, bei denen stärker eingestufte Teilnehmer mit zusätzlichen Gewichten starten müssen.

Handicap durch DistanzzulageBearbeiten

Ebenfalls bei Pferderennen – nur bei Trab-, nicht bei Galopprennen – gibt es Wettbewerbe, in denen stärkere Teilnehmer längere Distanzen zurücklegen müssen.

Handicap durch PunkteumrechnungBearbeiten

Im Segelflug werden Handicapfaktoren in der Club- und Doppelsitzerklasse auf die Punktewertung eines Fluges umgerechnet. Der Handicapfactor hängt dabei von der Leistungsfähigkeit des Flugzeugtypen ab und wird vom Deutschen Aero-Club für jeden Flugzeugtyp in der sogenannten Indexliste festgelegt.

Handicap durch ZeitkorrekturBearbeiten

Beim Regattasegeln mit Ausgleichsformeln wird jedem Boot auf der Grundlage einer Vermessung ein Rennwert (Rating) zugeordnet, mittels dessen aus der gesegelten Zeit eine für das Klassement maßgebliche berechnete Zeit ermittelt wird. Bekannteste unter den Ausgleichsformeln ist die sehr einfache und auf Erfahrungswerten beruhende Yardstick Wertung. Früher gab es die IOR (International Offshore Rules) oder IMS-Klassen (International Measurement System), heute sind die ORC-Klassen sehr verbreitet. Oftmals werden auch unterschiedliche Boote mit gleichem Rating zu einer Klasse zusammengefasst, wie zum Beispiel die Boote der Meter-Klassen oder die Tonner-Klassen (Eintonner, Halbtonner, …)

WeblinksBearbeiten