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Halitophobie

Als Halitophobie wird die unbegründete und anhaltende Angst bezeichnet, an Halitosis (Mundgeruch) zu leiden und andere dadurch zu belästigen.[1]

Diese Vorstellung kann Auswirkungen auf das gesamte Verhaltensmuster haben und zu sozialem Rückzug bis hin zum Suizid führen. Die Datenlage zur Halitophobie ist spärlich und sie ist nicht in einem der gängigen Manuale für psychische Störungen (ICD-10, DSM-IV) klassifiziert. Es gibt Vermutungen, dass sie unter Zwangserkrankungen eingeordnet werden kann und verwandte Phänomene die Eigengeruchshalluzinose und das olfaktorische Referenzsyndrom sind.[2] Bei einer Untersuchung in einer Mundgeruch-Sprechstunde gaben Betroffene eine höhere Beeinträchtigung des Soziallebens im Vergleich zu Patienten mit objektivierbarer Halitosis an.[3]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. D. Nagel, C. Lutz, A. Filippi: Halitophobie – ein unterschätztes Krankheitsbild. In: Schweiz Monatsschr Zahnmed. 2006; 116(1), S. 57–64. PMID 16471420 (Übersichtsarbeit) Volltextabdruck
  2. D. Schreiber: Psychologische Aspekte der Halitosis. [1]
  3. A. Filippi, N. Müller: Echte und psychisch bedingte Halitosis – Befunde, Diagnosen und Ergebnisse einer Mundgeruch-Sprechstunde. In: Schweiz Monatsschr Zahnmed. 2006; 116, S. 129–135. PMID 16524215 Volltext (PDF; 108 kB)
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