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Koordinaten: 20° 56′ S, 29° 1′ O

Karte: Simbabwe
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Gwanda
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Simbabwe

Gwanda, auch Jawunda oder Jahunda, gegründet 1900, ist Hauptstadt der Provinz Matabeleland South in Simbabwe und ein Distrikt dort. Jahunda ist ein Berg bei der Stadt, der heute einen sehr dicht besiedelten Vorort gleichen Namens trägt.

Inhaltsverzeichnis

Geografie, VerkehrBearbeiten

Die Stadt liegt 965 m hoch und ist 196 km von dem einzigen simbabwisch-südafrikanischen Grenzübergang in Beitbridge entfernt. Die durch Gwanda verlaufende Fernstraße A6 und Eisenbahnlinie führen nach Bulawayo und nach Beitbridge.[1] Durch die Eröffnung eines neuen Grenzübergangs im Juni 2016, der Mlambapeli Border Post, ist aus Richtung der Stadt eine günstigere Straßenverbindung nach Botswana gegeben, als es bisher über den Plumtree Border Post möglich war.[2]

BevölkerungBearbeiten

Die höchste Bevölkerungsdichte in der Provinz Matabeleland South besteht im ländlichen Distrikt Gwanda Rural (Census 2012, 115.778 Ew.). Der Distrikt Gwanda, also die Stadt und ihre Umgebung, hat nach der Volkszählung von 2012 eine Einwohnerzahl von 20.227 Personen.[3]

Die Region Gwanda weist die zweithöchste Infektionsrate mit HIV/AIDS in Simbabwe auf. Es gibt dadurch hier eine große Zahl von Waisen und gefährdeten Kindern.[4]

Kommunale InfrastrukturBearbeiten

Die schon über längere Zeit anhaltende problematische Wasserversorgung der Stadtbevölkerung hatte 2016 zu Protesten und politischen Kontroversen geführt. Die Kernforderung war dabei, dass sich der staatliche Wasserversorger ZIMWA aus der städtischen Wasserwirtschaft zurückziehen möge, weil die duale Verantwortlichkeit parallel mit den kommunalen Stellen zu anhaltend unbefriedigenden Verhältnissen geführt hatte.[5]

Wirtschaft und BildungBearbeiten

Im Umland der Stadt befinden sich Bergwerke, in denen Gold, Asbest und Chrom gefördert wird. Sie gehören zur an mineralischen Rohstoffen reichen Zone des Great Dyke.[6][1] Kleinhandwerklicher und ungeregelter Goldbergbau führt in der Region von Gwanda zu erheblichen Umweltproblemen, die in hohen Schwebstoffanteilen (Schluff) der Oberflächengewässer, Bodenerosion und in einer Quecksilberkontamination der Umwelt durch die Goldgewinnungstechnologie zum Ausdruck kommen.[7]

Ansonsten dominiert in diesem semiariden Gebiet die Landwirtschaft, vor allem die Rinderzucht. Vereinzelt finden sich Lodges für den Tourismus.

In der Stadt befindet sich die 2013 eröffnete Gwanda State University (GSU).[8] Sie ist vorübergehend in einem ehemaligen Bergwerkskomplex (Epoch Mine) untergebracht. Sie besteht aus zwei Fakultäten:[9]

  • Faculty of Engineering (Ingenieurwissenschaften),
  • Faculty of Agriculture (Landwirtschaft).

Die Errichtung einer Faculty of Industrial Management (Betriebswirtschaftslehre) ist geplant.

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Die Stadt Gwanda hat Grund- und Sekundarschulen sowie ein College. Seit 1992 steht dort auch die Edward-Ndlovu-Bibliothek, die seither ausgebaut wird und Schulen des Ortes mit Büchern versorgt.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Caledonia Mining Corporation plc: Blanket Gold Mine. auf www.caledoniamining.com (englisch)
  2. Sukulwenkosi Dube: New Zimbabwe-Botswana border post opens. Meldung The Chronicle vom 2. Juni 2016 auf www.chronicle.co.zw/ (englisch)
  3. ZimStat, Central Census Office: Census 2012, Provincial Report Matabeleland South (Memento des Originals vom 18. April 2017 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.zimstat.co.zw. auf www.zimstat.co.zw (englisch), PDF-Dokument S. 20–21
  4. Forgotten Voices: Brethren in Christ Church Gwanda. Gwanda, Zimbabwe “Inkosi Inhle Orphan Care” (Memento des Originals vom 18. April 2017 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.forgottenvoices.org. auf www.forgottenvoices.org (englisch)
  5. Bekezela Maduma Fuzwayo: ZINWA and Water crisis in Gwanda. Meldung vom 11. April 2017 auf www.bulawayo24.com (englisch)
  6. René Arthur Pelletier: Mineral Resources of South-Central Africa. Oxford University Press, Cape Town etc. 1964, S. 144, 153, 158
  7. Dumile Bhebhe: Environmental damage caused by gold panning in Gwanda district (Zimbabwe). Masterarbeit an der University of the Free State, Bloemfontein, online auf www.ufs.ac.za (englisch)
  8. Marvelous Moyo: Gwanda State varsity launched. Meldung The Chronicle vom 2. Juli 2013 auf www.chronicle.co.zw (englisch)
  9. Bwstats Zimbabwe: Gwanda state university. auf www.bwstats.com (englisch)