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Maria Gugging

Krankenhaus
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BW

Maria Gugging (Stadtteil)
Ortschaft
Katastralgemeinde Gugging
Maria Gugging (Österreich)
Red pog.svg
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Tulln (TU), Niederösterreich
Gerichtsbezirk Klosterneuburg
Pol. Gemeinde Klosterneuburg
Koordinaten 48° 18′ 45″ N, 16° 14′ 57″ OKoordinaten: 48° 18′ 45″ N, 16° 14′ 57″ Of1
Höhe 245 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 1173 (1. Januar 2018)
Gebäudestand 366 (2001)
Fläche d. KG 4,51 km²
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 06703
Katastralgemeinde-Nummer 1701
Zählsprengel/ -bezirk Maria Gugging (32144 034)
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS
1173
Art/Brut Center Gugging, Haus der Künstler Ostfassade mit Murals der Künstler aus Gugging; darunter Johann Hauser, Johann Garber, Johann Fischer, Franz Kernbeis, Johann Korec, Arnold Schmidt, Oswald Tschirtner, August Walla

Maria Gugging ist ein Ort von Klosterneuburg in Niederösterreich. Die Katastralgemeinde, in der sich der Ort befindet, führt nicht den Zusatz Maria, sondern heißt nur Gugging. Bis zur Umbenennung am 30. Oktober 1989 hieß auch der Ort Gugging.

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Gugging („Kukkingin“) vermutlich 1072 bzw. „Gukkindorf“ 1083. Bereits aus der Jungsteinzeit gibt es menschliche Spuren in und um Maria Gugging. Handfeste Beweise für erste Menschen gibt es erst aus der Römerzeit (15 v. Chr. – 488 n. Chr.).

Am 1. April 1885 wurde die Irrenanstaltsfiliale Gugging-Kierling in Betrieb genommen. Im April 1886 fand der Baubeginn des ersten Gebäudes der am 1. Juli 1890 umbenannten und mit einer eigenen Leitung versehenen Niederösterreichische Landesnervenklinik Gugging statt.[1]

 
Pfarr- und Wallfahrtskirche Maria Gugging

Die Pfarr- und Wallfahrtskirche Maria Gugging wurde vom Bauherrn Franz Völker (1868–1948), ein wohlhabender Wiener Kaufmann, in neugotisch-nazarenischen Stil erbaut. Sie wurde 1913 eingeweiht. Zum Wallfahrtsort wurde Maria Gugging durch die Lourdesgrotte im Wienerwald, eine Nachbildung der Grotte von Lourdes in Frankreich, die der Priester Kaspar Hutter 1923 einrichtete. Ein Gnadenbild in einer Felsnische der Grotte wurde 1925 von Prälat Ignaz Seipel, damals Obmann der Christlichsozialen Partei, geweiht.

Die im Ständestaat in die Wege geleitete Umbenennung wurde durch den „Anschluss Österreichs“ an NS-Deutschland 1938 zunichte gemacht.[2]

Im Jahr 1989 wurde der Ort von Gugging auf Maria Gugging von der niederösterreichischen Landesregierung umbenannt.

 
Außenansicht des Biomasseheizwerkes der EVN Wärme in Maria Gugging

Im Jahr 2007 wurde die Niederösterreichische Landesnervenklinik Gugging vollständig aufgelöst. Auf ihrem Gelände sind heute das Art/Brut Center Gugging und das Institute of Science and Technology Austria ansässig.

2008 begann EVN Wärme ein Biomasseheizwerk am Forschungsgelände des I.S.T. Austria zu errichten. Dieses versorgt neben der Forschungseinrichtung auch Wohnbauten der Gemeinde.

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Zippel, Christine: Die Geschichte der Heil- und Pflegeanstalt Gugging von 1885 bis 1938. In: Stadtgemeinde Klosterneuburg, Stadtarchiv/Stadtmuseum in Kooperation mit dem Institut für Kunstgeschichte, Bauforschung und Denkmalpflege der TU Wien, dem Institute of Science and Technology Austria (Hrsg.): Klosterneuburg Geschichte und Kultur. 1. Auflage. Band 3. Wien 2009, ISBN 978-3-85028-489-9.
  2. Wallfahrtsort Maria Gugging auf www.stephanscom.at abgerufen am 15. August 2009