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Grube Maybach
Allgemeine Informationen zum Bergwerk
Abbautechnik Untertagebau
Informationen zum Bergwerksunternehmen
Beschäftigte 6.700 (1951),[1] bei Förderende 1964 ca. 4.300
Betriebsbeginn 1873
Betriebsende Förderung bis 1964, 1981 endgültig stillgelegt
Nachfolgenutzung Gewerbegebiet
Geförderte Rohstoffe
Abbau von Steinkohle
Geographische Lage
Koordinaten 49° 19′ 15″ N, 7° 4′ 5″ OKoordinaten: 49° 19′ 15″ N, 7° 4′ 5″ O
Grube Maybach (Saarland)
Grube Maybach
Lage Grube Maybach
Standort Maybach
Gemeinde Friedrichsthal (Saar)
Regionalverband (NUTS3) Saarbrücken
Land Land Saarland
Staat Deutschland
Revier Saar

Die Grube Maybach ist ein ehemaliges Steinkohlebergwerk im Ortsteil Maybach im saarländischen Friedrichsthal.

GeschichteBearbeiten

In den Jahren 1873 und 1874 entstand im Westen Friedrichsthals die neue Grube Trenkelbach: In dieser Zeit wurden die Schächte I (später Schacht Marie) und II (später Schacht Albert) abgeteuft. Schacht III (Schacht Frieda) folgte 1901, nachdem seit 1897 Vorarbeiten gelaufen waren. Der Ostschacht (Margaretenschacht) wurde ab 1890 abgeteuft.[2] 1882 wurde die Grube nach dem damaligen preußischen Minister für öffentliche Arbeiten Albert von Maybach benannt. Ab 1884 entstanden Arbeiter- und Beamtenhäuser, um 1900 die Schule und die vier großen Schlafhäuser, so entstand der heutige Ortsteil Maybach.[3]

Durch die Übernahme der beiden stillgelegten Gruben Helene in Friedrichsthal (1930) und Altenwald (1935) gehörte die Grube Maybach mit 18 Schächten in den 1930er Jahren zu den wichtigsten Abbaustandorten im Saarrevier.[2] Die Kokerei der Grube Altenwald wurde nach dem Zusammenschluss erhalten und von Maybach aus mit einer Seilbahn beliefert.[4] Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde auch die Sulzbacher Grube Mellin angeschlossen. So arbeiteten 1951 6.700 Menschen in der Grube und es wurden 6.300 t/Tag gefördert.[4]

1959 und 1960 wurde die Förderanlage des Schachts Frieda als moderner Betonförderturm neu erbaut. Anfang der 1960er Jahre arbeiteten noch rund 4.300 Bergleute und förderten 3000 Tonnen Steinkohle.[5] 1964 wurde die Grube stillgelegt und noch bis 1981 zum Materialtransport und zur Seilfahrt genutzt. Das Abbaufeld wurde der Grube Reden zugeteilt.

UnfälleBearbeiten

Am 25. Oktober 1930 kam es zu einem schweren Grubenunglück. Bei einer Schlagwetterexplosion kamen 98 Bergleute ums Leben.[6]

 
Gedenkstein auf dem Friedhof in Quierschied

Aktuelle NutzungBearbeiten

 
Ehemalige Kaffeeküche der Grube Maybach

Von der einstigen Grube sind unter Denkmalschutz stehende Fördermaschinenhäuser und Fördermaschinen der ersten drei Schächte erhalten. Die ehemalige Kaffeeküche mit Konsumladen von 1897 wird heute wieder als Gaststätte genutzt. Auch vom ehemaligen Ostschacht sind einige Gebäude erhalten. Das Gelände der Grube wurde zum Gewerbegebiet umgenutzt, hier befinden sich mittelständische Betriebe, aber auch ein Logistikzentrum von Lidl.

LiteraturBearbeiten

  • Delf Slotta: Der Saarländische Steinkohlenbergbau. Verlag Krüger Druck und Verlag GmbH & Co. KG (Dillingen/Saar 2011), Herausgeber: RAG Aktiengesellschaft (Herne) und Institut für Landeskunde im Saarland e. V. (Schiffweiler), ISBN 978-3-00-035206-5.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Die Stadt Friedrichsthal und ihre Gruben
  2. a b Uni Saarland: Stätten grenzüberschreitender Erinnerung, Die Gruben Friedrichsthal und Maybach.
  3. Bergwerkssiedlung und Grube Maybach, (Memento des Originals vom 7. April 2014 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.tourismus.saarland.de Tourismus Saarland.
  4. a b Christian Jung und Werner Klär (Hrsg.): Friedrichsthal – eine Zeitreise. Stadt Friedrichsthal, S. 29.
  5. Kurze Geschichte der Grube Maybach
  6. Grubenunglücke in Deutschland