Grube Itzenplitz

Bergwerk in Deutschland

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Grube Itzenplitz
Allgemeine Informationen zum Bergwerk
Itzenplitz schaechte.jpg
Grube Itzenplitz 1920
Abbautechnik Untertagebau
Informationen zum Bergwerksunternehmen
Betriebsbeginn 1856
Betriebsende 1960
Nachfolgenutzung Gewerbe, Wohngebäude
Geförderte Rohstoffe
Abbau von Steinkohle
Geographische Lage
Koordinaten 49° 21′ 10″ N, 7° 5′ 34,9″ OKoordinaten: 49° 21′ 10″ N, 7° 5′ 34,9″ O
Grube Itzenplitz (Saarland)
Grube Itzenplitz
Lage Grube Itzenplitz
Gemeinde Schiffweiler
Landkreis (NUTS3) Neunkirchen
Land Land Saarland
Staat Deutschland
Revier Saar

Die Grube Itzenplitz ist ein ehemaliges Steinkohlebergwerk in Schiffweiler im saarländischen Landkreis Neunkirchen.

GeschichteBearbeiten

Im Zuge der Erweiterungen der Grube Reden wurde zur Verkürzung der Transportwege im Rußhütter Tal bei Heiligenwald 1856 mit dem Rußhütterstollen ein neuer Grubenstollen angeschlagen. 1860 wurde mit dem Abteufen des ersten Tiefbauschachtes Itzenplitz I begonnen. Im gleichen Jahr wurde die knapp 1,9 km lange Bahnstrecke von Reden zur Grube Itzenplitz erbaut.[1]

1872 wurde der Itzenplitzschacht II bis zur Redensohle abgeteuft. In den folgenden Jahren wurde ein Zechenhaus, eine Schreinerei und eine Schmiedewerkstatt erbaut. 1864 erhielt die Grube den Namen des preußischen Handelsminister Graf Heinrich Friedrich von Itzenplitz. 1878/ 79 wurde ein Weiher mit einem Pumpenhaus errichtet, der heute den Kern des Naherholungsgebiets Itzenplitz bildet. Das Wasser wurde zum Betrieb der Dampfmaschinen zur Förderung gebraucht.

1886 wurde Schacht III abgeteuft, dessen Fördergerüst heute das älteste noch erhaltene an der Saar ist. 1894/ 95 wird eine Kohlenwäsche errichtet. 1910 erhielt die Grube eine eigene Waschkaue. 1920 gingen alle Liegenschaften des Preußischen Bergfiskus an Frankreich über. 1935 kehren diese in den Besitz des Deutschen Reiches über. 1942/43 wurden die Rätterhalle und die Kohlenwäsche abgerissen. 1950 erhielt Schacht II ein neues Fördergerüst. Täglich fuhren mehr als 1200 Bergleute in Itzenplitz an.

Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte aber auch der Niedergang der Anlage ein. 1958 wurde die Grube Nebenanlage der Grube Reden. 1960 wurde Itzenplitz dann als Förderstandort stillgelegt, Seilfahrt und Materialtransport wurden noch bis in die 1990er Jahre weiter betrieben.[2]

Heutige NutzungBearbeiten

Große Teile der Tagesanlagen wurden abgerissen. Teilweise befinden sich in den erhaltenen Gebäuden Wohnungen, andere Liegenschaften werden gewerblich genutzt. Die Grube soll wichtiger Bestandteil der Landschaften der Industriekultur Nord werden.[3]

Die erhaltenen Fördergerüste der Schächte II und III mit Fördermaschinenhaus und Schachthalle, die Doppelwaschkaue und der Grubenbahnhof von 1860 stehen unter Denkmalschutz.[4]

WeblinksBearbeiten

Commons: Grube Itzenplitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Die Grube Itzenplitz (PDF; 7,2 MB), Heimatmuseum Wemmetsweiler
  2. Die Geschichte der Grube Itzenplitz@1@2Vorlage:Toter Link/www.schiffweiler.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. , Gemeinde Schiffweiler
  3. Website der Landschaften der Industriekultur Nord
  4. Denkmäler des Steinkohlebergbaus (PDF; 1,4 MB), Landesdenkmalamt Saarland