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Gossensaß-Viadukt

Autobahnbrücke in Italien

Koordinaten: 46° 55′ 56″ N, 11° 26′ 52″ O

A22 Gossensaß-Viadukt
Gossensaß-Viadukt
Nutzung Autobahnbrücke
Querung von Eisack
Unterführt SS12 Brenner-Staatsstraße, Brennerbahn
Ort Gossensaß
Konstruktion Spannbetonbrücke
Gesamtlänge 1028 m
Breite 22,10 m
Anzahl der Öffnungen 13
Längste Stützweite 163 m
Höhe 110 m
Baubeginn 1969
Fertigstellung 1971
Lage
Gossensaß-Viadukt (Südtirol)
Gossensaß-Viadukt

Das Gossensaß-Viadukt (italienisch Viadotto Colle Isarco) ist eine Autobahnbrücke im Zuge der Brennerautobahn, die den Fluss Eisack, die Brenner-Staatsstraße und die Brennerbahn beim Ort Gossensaß (italienisch Colle Isarco) in Südtirol überquert. Das Viadukt gilt als die größte Autobahnbrücke der Autostrada A22, des italienischen Teils der Brennerautobahn, und wird daher bisweilen auch als „kleine Europabrücke“ bezeichnet.[1]

Es liegt in einer mittleren Höhe von 1182 m s.l.m. und hat ein leichtes Gefälle. Die Höhe über dem Fluss beträgt 110 m.[2] Es hat 13 Öffnungen und besteht aus eigenständigen Brückenbauwerken für jede Fahrtrichtung, die nur an den Fahrbahnplatten miteinander verbunden sind. Das 1028 m lange Viadukt ist insgesamt 22,10 m breit, aufgeteilt in je zwei Fahrspuren und einen Standstreifen pro Richtung.

Die Hauptbrücke ist eine Spannbetonbrücke mit einer Spannweite von 163 m in der Hauptöffnung und 91 m in den Nebenöffnungen. Die beiden rechteckigen, einzelligen Hohlkästen mit veränderlicher Bauhöhe kragen jeweils 59 m in die Hauptöffnung, der 45 m weite Zwischenraum wird von Einhängeträgern geschlossen. Die weiteren 6 Öffnungen im nördlichen Teil und die 4 Öffnungen im Süden haben Spannweiten von 78 m, lediglich in den beiden Randfeldern sind die Weiten auf bis zu 45,7 m reduziert. Sie werden ebenfalls durch Einhängeträger zwischen auskragenden Pfeilerköpfen überquert.

Die Stahlbeton-Pfeiler sind zwischen 21 und 87 m hohe A-förmige Strukturen, lediglich die kurzen äußersten Pfeiler sind einfache Scheiben.

Die Brücke wurde zwischen 1968 und 1969 geplant und in der Zeit von 1969 bis 1971 im Auftrag der Autostrada del Brennero SpA / Brennerautobahn AG ausgeführt. Ab den 1980er und verstärkt in den 1990er Jahren wurden zahlreiche Sanierungen der durch Streusalz verursachten Korrosionsschäden durchgeführt. In den Jahren 2007 und 2008 wurde schließlich eine externe Vorspannung und eine kontinuierliche Überwachung des Verhaltens des Tragwerks und möglicher Korrosionsschäden eingebaut.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Gossensaß-Viadukt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Magdalena Pernold: Traumstraße oder Transithölle? Eine Diskursgeschichte der Brennerautobahn in Tirol und Südtirol (1950–1980). Bielefeld: transcript 2016. ISBN 978-3-8376-3525-6, S. 282.
  2. Die technischen Angaben beruhen auf den beiden Artikeln über das Viadukt in strada e autostrade.